Island vor der Pleite?

Wird der kleine Inselstaat das erste Opfer der weltweiten Finanzkrise? Gestern hat die isländische Börse den Handel mit Banktiteln ausgesetzt. Betroffen ist auch die in Deutschland tätige Kaupthing Bank.

Die FAZ berichtet heute über das Notstandsgesetz der Regierung. Der FAZ-Titel sagt alles: „Island bereitet Banken-Verstaatlichung vor“. Isländische Banken expandierten in den letzten Jahren „extrem“ ins Ausland. Laut FAZ bewegt die größte isländischen Bank, die Kauphting Bank, ein Kreditvolumen in achtfacher Höhe des jährlichen isländischen Bruttoinlandsproduktes!

Hintergrund zur Kaupthing Bank: Hierzulande ist die isländische Bank bekannt für ihre Topzinsen für Tagesgelder und Festgelder. Die isländische Bank ist nicht dem deutschen, sondern dem isländischen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Die Einlagen des Anlegers sind bis zu einem Gegenwert von insgesamt 20.887 Euro zu 100 Prozent in diesem isländischen Fonds abgesichert.

Mehr Informationen über den Einlagensicherungsfonds finden Sie auf kaupthingedge.de oder auf der Internetseite des isländischen Einlagensicherungsfonds.

Linktipp: Island-Krise: Kauphting-Bank verstaatlicht

13 Gedanken zu “Island vor der Pleite?

  1. kleiner tipp für den isländischen einlagenfonds: wer des isländischen nicht ganz versteht, findet unter dem union jack den link auf die britische übersetzung. deutsch habe ich jetzt noch nicht gesehen.

  2. Pingback: Island kurz vor dem Staatsbankrott - Bankensektor verstaatlicht » Beitrag » Investments und Geldanlagen - Blog

  3. Wie bitter ist das denn? Die ganze Insel ist abhängig von der Finanzbranche? Ich dachte immer, dass Island von der Fischerei lebt. Das ist ganz schön bitter. Auf der anderen Seite haben die ja wohl ordentlich Geld gemacht…

  4. Ich hoffe, dass die Welt nicht einfach zuschaut, wie ein Staat einfach pleite geht. Vor allem die Europäische Union sollte Island helfen.

  5. Pingback: Island verstaatlicht die vierte Bank – Der Untergang eines Inselstaates

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