Sind deutsche Banken noch zu retten?

Neun von zehn Kunden sind mit ihrer Bank zufrieden, titelte GELD kompakt vor zwei Monaten. Und jetzt? Stehen wir vor einem Abgrund? Die Bundesregierung hat jetzt zusammen mit anderen Banken, die Hypo Real Estate „gerettet“. Was ist aber in ein, zwei, drei Wochen oder Monaten? Welche Bank verlangt dann nach staatlicher Hilfe? Wir dürfen gespannt sein. Die meisten Bundesbürger befürchten das Schlimmste…

Laut dem ARD-Deutschland TREND Oktober 2008 rechnen fast drei Viertel der Bürger, dass im Zuge der weltweiten Finanzkrise „auch in Deutschland Banken pleite gehen“. Genau genommen sind es 72 Prozent!

Und wer soll die Banken retten? Der Staat und damit der Steuerzahler?

Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) sind der Ansicht, dass „notfalls auch der deutsche Staat Geld bereit stellen muss, um die Banken zu sichern“. Rund vierzig Prozent (39 Prozent) teilen diese Meinung allerdings nicht!

Was meinen Sie? Wie viele Banken darf/muss der Staat noch retten? Oder sind die deutschen Banken nicht mehr zu retten? Nutzen Sie unser Kommentarfeld 🙂

13 Gedanken zu “Sind deutsche Banken noch zu retten?

  1. Der Staat muss Banken retten! Es kann doch nicht sein, dass die Anleger ihr Geld verlieren. Notfalls muss man die Bank verstaatlichen und die Gehälter der Manager einfrieren. Gruß Jörg

  2. Ja. Jetzt haben wir es. Die Neoliberalen wollten immer den „freien Markt“ ohne jegliche Einmischung vom Staat. Und jetzt kommen die in die Talkshows und labern „Der Staat muss jetzt die Banken retten“… Was soll das?
    Jetzt müssen die Banken verschinden, die „faule“ Kredite vergeben haben!
    Diese – in meine Augen – unverantwortlichen Banker dieser Institute, wussten genau, was sie tun oder besser was sie nicht tun!
    Der Staat darf nicht für solche Banker haften. Wie will eine große Koalition denn im nächsten Jahr gewählt werden? Mit was für Argumenten?
    Der Finanzminister weiß nicht einmal, wie hoch der Schaden einer Bank ist. Wie gibt dieser Minister denn einer Bank eine Bürgschaft? Das kann doch wohl nicht wahr sein. Das darf nicht wahr sein. Und Frau Merkel gibt einen Blankoscheck für Sparer! Einfach mal so. Weiß die eigentlich nicht, dass die Bürger jetzt erst recht glauben, dass das Ende des Finanzsystems naht?
    Ein Minister hat doch auch schon einmal erzählt „Die Renten sind sicher“ und was stimmt…?
    Nein, diese Krise muss so schnell und vor allem international gelöst werden. Und der Staat wird noch einige Banken retten müssen. Leider

  3. Die Banken sind nicht mehr zu retten. Zumindest muss man jetzt die „guten“ von den „schlechten“ aufteilen und die schlechten verstaatlichen. Alles andere bringt nichts. Gruß Bernd

  4. @bernd:
    die guten von den schlechten. Hahaha. Wie soll das denn funktionieren? Ist ja wohl ein Witz, oder? Am Ende muss doch sowieso der Steuerzahler wieder für den Schaden der Banker zahlen. Nix anderes. Es wäre nur sinnvoll, wenn man endlich den deregulierten Finanzmarkt endlich wieder reguliert. Und dazu gehört auch ein Finanzministerium, das Zahlen lesen kann oder besser versteht :). Zudem sollte die Bankenaufsicht endlich ihre Aufgabe erledigen und die Banken auch „beaufsichtigen“. Es kann doch nicht sein, dass dort nichts geschieht. In anderen Ländern ist die Bankenaufsicht viel stärker ausgestattet. Aber hierzulande….Gruß Andreas

  5. Wie viele Banken darf/muss der Staat noch retten?

    Ich tippe mal: Mindestens fünf Banken muss der Staat bestimmt noch retten. Die Deutsche Bank ist nicht dabei 🙂

    Oder sind die deutschen Banken nicht mehr zu retten?

    Ja klar. Keine Panik. Immer locker bleiben….

  6. keine Panik? Gerade habe ich gelesen, das der Dow Jones wieder über 800 Punkte (an einem Tag) verloren hat. Da soll man keine Panik bekommen? Nicht gerade so einfach….

  7. Hallo Anonymous 🙂
    Verstehst du nichts vom Aktienmarkt?
    Die Wertpapierbesitzer gehen jetzt aus dem Aktienmarkt raus. Das ist doch ganz normal. Aktien können nur steigen! Hallo? Das ist ein Markt und die Preise für Aktien schwanken! Ich habe daher auch kein Mitgefühl mit Aktionäre. Wer glaubt, dass er immer mit Aktien gewinnt, der hat von Aktien gar keine Ahnung. Das ist ein völlig normaler Prozess! Die Aktien werden, so meine Vermutung noch ein paar Wochen weiter in den Keller gehen. Wenn aber die Wahl in den USA vorbei ist, wird der Aktienkurs wieder ansteigen. Denn eins ist auch klar! Ein neuer Präsident wirkt auch auf den Aktienmarkt beruhigend.

  8. Hallo Sebastian!
    Ich hoffe, dass du Recht hast! Aber ob Obama etwas ändern kann? Der Markt muss unbedingt beruhigt werden und wenn die Wahl gelaufen ist, kann das schon sein. Zu hoffen ist es.

  9. Hallo Petra, Hallo Sebastian!
    Die Frage lautet ja, ob der deutsche Staat Banken retten soll oder nicht!
    Ich finde, dass der Staat Banken retten muss! Und zwar von jeder Bank!
    Mein ABER: Dann müssen auch die Verantwortlichen der Bank zur Rechenschaft geführt werden. Es kann nicht sein, dass ein Bankmanager bewusst das „anvertraute“ Geld seines Kunden in ein risikoreichen Fonds oder Aktie steckt. So etwas darf nicht sein! Gruß Anette

  10. Hallo! Ich habe keine Angst vor Bankenpleiten!
    Ich vertraue Merkel. Sie hat doch recht. Sie will „Vertrauen“ schaffen. Und das ist doch auch richtig. Was soll denn die Panik. Geld unterm Kopfkissen? Das bringt doch nichts. Wichtiger ist jetzt, dass die Banken sich gegenseitig wieder Geld leihen. Der blockierte kurzfristige Geldmarkt der Banken ist doch das Problem. Ich finde, dass die Bankenchefs sich mit dem Chef der EZB und der Bundesbank etc. zusammensetzen und endlich wieder Vertrauen herstellen! Das muss die Politik und die müssen die Medienvertreter fordern!
    Nur wenn die Banken untereinander wieder Geld verleihen, wird die Krise beendet werden können! Also rauft euch zusammen!

  11. Hallo „Keine Angst“!
    Da gebe ich dir vollkommen recht. Die Bankenchefs müssen sich zusammensetzen und solange diskutieren, bis alle Probleme auf den Tisch sind. Danach kann man anfangen mit der Problemfindung. Irgendwie muss man da ja jetzt raus kommen…

  12. Banken retten?
    Der Staat sollte überhaupt keine Bank retten, immerhin haben sich die betroffenen Banken dieses selbst in diese Lage gebracht. Und wie wurde nicht geschrien, das sich der Staat gefällig aus den Geschäften herauszuhalten hat, nicht regulieren, nicht einschränken, nicht verbiete darf und nun? Nun wird der Ruf nach dem starken Staat ausgestoßen, welcher das Dilemma der Banken beseitigen solle und das mit Steuergeldern. Aber wozu es führt, wenn noch Benzin ins Feuer gegossen wird, um dieses zu löschen, sollte eigentlich einem jeden bewusst sein.
    Auch sollte man nicht der Illusion erlegen sein, das dieses nun das Ende des bekannten Bankwesens sei, weit gefehlt, denn wo es auf der einen Seite Verlierer gibt, wird es auf der anderen Seite auch Gewinner geben und so werden zum Schluss weniger Banken übrig bleiben, diese aber erheblich an Größe und Macht gewinnen.
    Es sollte bei aller Betrachtung nicht unberücksichtigt bleiben, welche Banken in erster Linie von den Auswirkungen dieser Krise betroffen sind. Dabei handelt es sich vorwiegend um Banken, welche in hochspekulativen Bereichen, in den letzten Jahren, überproportionale Gewinne erwirtschaftet haben. Diese Gewinne haben sie nun nicht gerade dem Staat, oder dem Steuerzahler zur Verfügung gestellt, diese taugen nur zum abfedern der Verluste. Und wie viele Banken haben ihren Privatkundenbereich dem spekulativen Geschäft geopfert? Davon können jetzt solche Banken partizipieren, welche diesem Rausch nicht gefolgt sind und ein solides Geschäft geführt haben. Kunden von Sparkassen und Genossenschaftsbanken, welche regional verwurzelt sind, werden unter den Folgen dieser Krise am wenigsten zu leiden haben, es sei denn, der Staat greift regulierend ein und verteilt die Verluste auf breite Schultern. Und nichts anderes wird gemacht, wenn von staatlicher Seite der Versuch unternommen wird Banken zu retten.
    Übrigens wohin solche Rettungsaktionen führen, konnte bei der IKB beobachtet werden, die Braut wurde schön gemacht und mit einer anständigen Mitgift „verheiratet“. Die Kosten trägt der Steuerzahler und so geht es weniger um das Retten von Banken, sondern um Marktbereinigung, welche mit Steuergeldern noch versüßt wird.

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