Steuern gibt es, die sollte es gar nicht geben. Wir befassen uns in diesem Blog ja immer wieder gerne mit den unsinnigsten Steuerforderungen der Behörden an den armen Bürger. Da blickt man schon lange nicht mehr wirklich durch.  In Österreich gibt es jetzt die Blaulichtsteuer – wie bitte?

Blaulichtsteuer? Das ist eine Pauschale, die Verunfallte – auch deutsche Urlauber – in unserem Nachbarland Österreich zahlen müssen, wenn sie die Polizei zu einem Unfallort rufen, an dem es lediglich einen Blechschaden zu beklagen gibt.

In solch einem Fall wird eine Unfallmeldegebühr von 36 Euro fällig, wie der ADAC berichtet.  Die muss dann der zahlen, der die Poizei ruft. Die muss er aber nicht zahlen, wenn es zu Personenschäden kommt, einer der Beteiligten sich nicht ausweisen kann oder will, auch nicht bei Fahrerflucht oder wenn man ein parkendes Auto gerammt hat, bei einem Wildunfall oder wenn man als Zeuge die Polizei ruft ebenfalls nicht. Das muss man wissen.

Im Zweifelsfall sollte man vorher telefonisch nachfragen, ob in dem betreffenden Fall eine Gebühr fällig wird, rät der Allgemeine Deutsche Automobil-Club.

Blaulichtsteuer? Eine Gebühr dafür, dass die Polizei ihre Arbeit macht? Das wäre ja, als wenn sich der Finanzbeamte die Steuererklärung noch extra vom Bürger bezahlen lassen würde!? (Aber, wer weiß. Dahin kommen wir vielleicht auch noch…)

Sicherlich ruft man auch in Österreich nicht die Polizei bei einem Blechschaden, wenn es nicht noch andere Schwierigkeiten gäbe, sozusagen aus Jux und Dollerei…

Bei uns ist zwar das Alarmieren der Polizei nicht verboten, wenn man einen reinen Blechschaden zu vermelden hat. Das kostet auch erst mal nichts. Doch nach Möglichkeit sollen die Autofahrer Kleinigkeiten unter sich regeln. Ruft einer der Beteiligten die Polizei, kassiert die in der Regel vom Schuldigen ein Bußgeld, irgendwas findet man ja immer… 

Ein Bußgeld für den Schuldigen wird es in Österreich doch sicher auch geben? Und für den, der die Polizei anruft die Blaulichtsteuer? Dann haben ja endlich beide Seiten was davon…

Vielleicht sollten die Autofahrer in Österreich jedoch von folgender Möglichkeit Gebrauch machen: Man kann die Gebühr nachträglich zurück erstattet bekommen, wenn eine Verletzung erst später festgestellt wird. Und hat man erst mal die 36 Euro gezahlt, bekommt man bestimmt Kopfschmerzen und die können ja auch vom Aufprall kommen, also ein Personenschaden, oder? 😉

Und wichtig: Für Personenschäden besteht ohnehin eine Meldepflicht. Und wer die versäumt, auch wenn es nur einen kleinen Kratzer gibt, riskiert ein Bußgeld bis zu 2.180 Euro, so der ADAC.