Wer kennt sie nicht, die Anzeigen in Zeitungen und im Internet, die viel Geld für wenig Arbeit versprechen. Ein typisches Beispiel für ein zweifelhaftes Jobangebot ist die Montage von Kugelschreibern in Heimarbeit. Klingt eigentlich nicht schlecht, 15 Euro Stundenlohn für ein bisschen Rumschrauben und Zusammensetzen zu Hause auf dem Sofa oder am Küchentisch.

Doch hinter diesen Lockangeboten steckt eine schlichte Abzocke, warnt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S.: „Das ist der größte Betrug! Kein Mensch lässt heutzutage mehr Kugelschreiber in Handarbeit herstellen, denn diese werden natürlich maschinell gefertigt.“

Die Kugelschreiber-Masche läuft so: Die Jobsuchenden zahlen im Voraus einen bestimmten Betrag für das angeblich benötigte Material. Fallen genügend Interessenten auf das Angebot herein, verdient der Anbieter in kürzester Zeit sehr viel Geld.

Vorsicht ist auch immer dann geboten, wenn die Arbeit nicht klar beschrieben wird, aber hohe Verdienstmöglichkeiten versprochen werden. Oft muss der Jobinteressent für weitere Informationen eine kostenpflichtige 0900er- oder 0180er-Nummer wählen, teures Infomaterial bestellen oder sogar ein Computerprogramm kaufen. Ein Arbeitsverhältnis kommt dann meist nicht zustande.

Dubiose Jobanzeigen sollten Arbeitssuchende immer kritisch betrachten. Gerade unter den Anbietern von Heimarbeit befinden sich einige Betrüger. Aber natürlich sind Web- und Zeitungsanzeigen für das Arbeiten von zu Hause aus nicht generell Betrugsmaschen, es gibt auch seriöse Anbieter!