Laut Bundeskriminalamt sind Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrugsdelikte im Jahr 2007 verglichen mit dem Vorjahr um über die Hälfte auf 8.047 gesunken. Doch dieser Rückgang ist keineswegs beruhigend, denn die Dunkelziffer liegt deutlich höher.

Weitaus beruhigender sind die Zahlen aufgeklärter Betrugsfälle: 99,2 Prozent aller erfassten Anlagebetrugsdelikte konnte die Polizei 2007 aufdecken. Den Betrogenen bringt diese beeindruckende Aufklärungsrate allerdings kaum etwas, denn ihr Geld bekamen sie nur selten zurück.

Hier einige Tipps vom Bankenverband, worauf Geldanleger achten sollten, um gar nicht erst mit Betrügern enger in Kontakt zu kommen:

•    Telefonkontakt: Obwohl gesetzlich verboten, knüpfen viele unseriöse Anbieter erste Kundenkontakte per Telefon. Hier gilt: nicht auf ein Gespräch einlassen.
•    Gewinnversprechen: Astronomische Renditen blenden den Anleger und verleiten zu unbedachten Entscheidungen. Renditegarantien im zweistelligen Prozentbereich sind definitiv unseriös.
•    Provisionsregelungen: Überzogene Provisionsforderungen sprechen dafür, dass der „Anlagespezialist“ eher den eigenen Gewinn als den des Kunden im Sinn hat. Zeigt sich, dass Provisionen verschleiert oder falsch ausgewiesen sind, unbedingt die Finger von der Offerte lassen.
•    Auslandsadressen: Haben Vertragspartner oder Vermittler ihren Geschäftssitz in exotischen Ländern, können geschädigte Kunden rechtliche Ansprüche nur schwer durchsetzen. Die Werbung mit ausländischen Steueroasen ist oft nur ein Köder für gutgläubige Sparer.
•    Zeitdruck: Häufig setzen die schwarzen Schafe des Geldgeschäfts Anleger mit dem Argument unter Druck, nur ein sofortiger Entschluss garantiere Spitzengewinne. Doch die Erfahrung zeigt: Übereilte Entscheidungen werden oft bereut.
•    Folgegeschäfte: Um potenzielle Anleger zu ködern, schütten die vermeintlichen Geldprofis aus einem ersten Kontakt mit geringem Kapitaleinsatz stattliche Gewinne aus. Meist wird dem Kunden gleichzeitig ein neues Angebot unterbreitet, allerdings unter Einsatz einer erheblich größeren Anlagesumme. Auch hier gilt: nicht auf solche Angebote einlassen.


Quelle: Bankenverband