Schon wieder: Discounter-Reisen für den kleinen Mann

Kürzlich haben wir hier auf Geld Kompakt von dem Urteil berichtet, das Discountern untersagt, Versicherungspolicen zu verkaufen. Hierzu gehören schließlich Fachwissen und die Gewerbeerlaubnis der IHK für Vermittlertätigkeit. Aber das Reisen, das kann man den Niedrigpreislebensmittelanbietern schließlich nicht verbieten. Hier ist also der Nächste, der Reisen zwischen Leberwurst und Lambrusko verkaufen will.

Die Discounter kennen sich gut aus mit den Grundbedürfnissen des Menschen: Sparen, Sicherheit und Urlaub. Sicherheit in Form von Versicherungen können nun nicht mehr zu Discounter-Bedingungen angeboten werden – warum können Sie hier nachlesen. Doch billige Reisen gibt es schon seit einiger Zeit in den Supermärkten:

Es gibt Aldi-Reisen, Lidl schickt die Kundschaft in die große weite Welt, Plus auch und bei Penny gibt es „Viel Urlaub für wenig Geld“. Jetzt heißt es auch bei Norma: „Für wenig Geld besser reisen“. Für jeden ist was drin: Vom Familienurlaub an der Nordsee, über die Städtereise nach Prag bis zum Vier-Sterne-Top-Urlaub in Andalusien, da kann man nicht meckern.

Toll. So kann sich auch der kleine Mann den ganz großen Trip in die Ferne leisten. Aber ist das eigentlich nicht geschäftsschädigend für die Discounter? Je länger der Kunde unterwegs ist, desto weniger kann er in der Heimat einkaufen, oder? Aber zum Glück haben Lidl und Co. meist auch in fernen Ländern ihre Zweigstellen. Da fühlt sich der Kunde auch in der Ferne wie zu Hause. Aber ganz ohne Reiseversicherungen?? Die muss sich der Kunde dann wohl woanders holen….

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