Ryanair: Gebührenzahler statt Fluggast

Ob zum Plattensee, nach London oder Mailand: Die Discount-Airline Ryanair schickt Urlauber für einen sagenhaften Flugpreis von 10 Euro in den Sommer – ohne versteckte Gebühren, wie in der Werbung betont wird. Interessant, dass man das hervorheben muss. Dabei sind die Zusatzkosten tatsächlich nicht versteckt, sondern sie finden sich in den AGB, sind hoch und überall. Und so wird es schwierig, für 10 Euro in den Urlaub zu jetten, findet auch Uli Dönch vom Focus. Er hat die Gebühren aufgelistet. Wer am Schalter eincheckt, zahlt vier Euro. Erdreistet man sich, mit einem Gepäckstück in die Ferien zu fliegen, werden 18 Euro fällig. Und wehe die Tasche wiegt mehr als 15 Kilogramm. Dann wird es richtig teuer.

Denn jedes Kilogramm Übergepäck schlage mit weiteren zehn Euro zu Buche, schreibt Dönch. Auch wenn man sich einen Platz reservieren, ein Kleinkind mitnehmen oder umbuchen möchte, fallen laut Focus hohe Gebühren an. Mehr dazu in Dönchs Finanzkolumne.

Wer also Single ist, online eincheckt, keinen Wert auf eine Platzreservierung legt und gerne nur mit einer Badehose in der Jackentasche reist, der darf sich bei den Iren noch als Fluggast fühlen. Alle anderen sind Gebührenzahler.

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