In Krisenzeiten besinnt man sich gerne auf Altbewährtes. Nachdem sich viele aufwändig konstruierte und undurchsichtige Geldanlagen als wenig erfolgreich erwiesen haben, singen viele Anleger nun wieder das Lied „Diamonds are forever“ und schürfen fleißig nach Gold, Silber und Edelsteinen auf den Finanzmärkten. Die Nachfrage nach Gold ist so hoch wie lange nicht mehr. Die Unze wird zurzeit mit 1.000 US-Dollar gehandelt, Tendenz steigend.

Omis Klunker tragen sich nicht nur ansehnlich, sie können auch eine sichere Altersvorsorge sein. Meist reicht aber auch schon ein dickes Stück des gelben Edelmetalls. Wer sich das eine oder andere Goldnugget zulegen möchte, sollte bald zugreifen. Der Preis fürs Gold steigt stetig. Anfang des Jahrtausends lag der Preis für eine Feinunze Goldes (etwa 31 Gramm) bei schlappen 250 US-Dollar. Wer damals gekauft hat, hat den Wert seines Goldvorrats inzwischen vervierfacht. Die Feinunze Gold geht an der New Yorker Börse heute für satte 1.000 US-Dollar über den Tisch. Die Schwäche der US-amerikanischen Währung und die geplatzte Spekulationsblase der Immobilienkredite sind nur zwei Ursachen dafür. Die steigende Inflation und eine eventuell bevorstehende Rezession tun ihr Übriges.

Mit Gold hat man für eventuell kommende schwierige Zeiten eine Sicherheit in der Hinterhand, die im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert ist. Vertreter des Edelmetallhandels behaupten, Gold sei im Vermögensportfolio deutscher Anleger noch deutlich unterrepräsentiert. Dabei sollten fünf bis zehn Prozent des Anlagevermögens in Edelmetalle investiert werden.

Es kann sich bezahlt machen, wenn man weniger lukrative Geldanlagen jetzt in Gold umschichtet. Oder sich die jüngste Steuerrückerstattung vergoldet. In der Schublade zuhause liegt der Edelstoff aber nicht gut. Am besten lagert man ihn in einem sicheren Bankschließfach ein. Denn auch ein ruhiger Schlaf ist bekanntlich Gold wert.