Gold ist wieder Gold wert!

In Krisenzeiten besinnt man sich gerne auf Altbewährtes. Nachdem sich viele aufwändig konstruierte und undurchsichtige Geldanlagen als wenig erfolgreich erwiesen haben, singen viele Anleger nun wieder das Lied „Diamonds are forever“ und schürfen fleißig nach Gold, Silber und Edelsteinen auf den Finanzmärkten. Die Nachfrage nach Gold ist so hoch wie lange nicht mehr. Die Unze wird zurzeit mit 1.000 US-Dollar gehandelt, Tendenz steigend.

Omis Klunker tragen sich nicht nur ansehnlich, sie können auch eine sichere Altersvorsorge sein. Meist reicht aber auch schon ein dickes Stück des gelben Edelmetalls. Wer sich das eine oder andere Goldnugget zulegen möchte, sollte bald zugreifen. Der Preis fürs Gold steigt stetig. Anfang des Jahrtausends lag der Preis für eine Feinunze Goldes (etwa 31 Gramm) bei schlappen 250 US-Dollar. Wer damals gekauft hat, hat den Wert seines Goldvorrats inzwischen vervierfacht. Die Feinunze Gold geht an der New Yorker Börse heute für satte 1.000 US-Dollar über den Tisch. Die Schwäche der US-amerikanischen Währung und die geplatzte Spekulationsblase der Immobilienkredite sind nur zwei Ursachen dafür. Die steigende Inflation und eine eventuell bevorstehende Rezession tun ihr Übriges.

Mit Gold hat man für eventuell kommende schwierige Zeiten eine Sicherheit in der Hinterhand, die im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert ist. Vertreter des Edelmetallhandels behaupten, Gold sei im Vermögensportfolio deutscher Anleger noch deutlich unterrepräsentiert. Dabei sollten fünf bis zehn Prozent des Anlagevermögens in Edelmetalle investiert werden.

Es kann sich bezahlt machen, wenn man weniger lukrative Geldanlagen jetzt in Gold umschichtet. Oder sich die jüngste Steuerrückerstattung vergoldet. In der Schublade zuhause liegt der Edelstoff aber nicht gut. Am besten lagert man ihn in einem sicheren Bankschließfach ein. Denn auch ein ruhiger Schlaf ist bekanntlich Gold wert.

8 Gedanken zu “Gold ist wieder Gold wert!

  1. Auch ich würde in diesen zeiten einen Teil meines Vermögens in Gold investieren, weil man nie weiß, wie weit das Ganze noch gehen wird. Vielkleicht ist das hier alles nur die Spitze des Eisbergs ist und die richtige Krise folgt noch?

    Einer Anlage in Gold ist das völlig egal, weil sie immer ihren Materialwert hat, der so schnell nicht sinkt.

  2. Wenn man das Gold nicht physisch erwerben möchte, sondern beispielsweise in Form eine Zertifikates oder eines ETF, sollte man auch die Währungssicherung nicht vergessen.
    Ein Teil des starken Goldanstieges ist bei den Anlegern durch den schwachen Dollarkurs nämlich gar nicht angekommen.

  3. Da gebe ich meinem Vorredner Günther absolut recht. Eine Umschichtung in Gold hat den deutlichen Nachteil, dass bei Kursverlusten des Dollars die schönen Gewinne aufgezehrt werden.

  4. @ Günther und Thomas:
    Das kann man so nicht sagen. Der Wert von Gold hängt nämlich nicht vom Dollar ab, eher umgekehrt. Der hohe Preis von etwa 1.000 US-Dollar für eine Feinunze Gold ist unter anderem auch eine Folge des schwachen Dollars. Ein schwacher Dollar stützt damit sogar den Wert von Gold. Denn Gold wird bis heute als Absicherung gegen Dollar-Schwankungen verwendet.
    Der Goldpreis in US-Dollar wird in diesem Jahr aller Voraussicht nach wieder etwas fallen. Experten schätzen, dass er sich in diesem Jahr auf 950 US-Dollar pro Feinunze einpendeln wird. Man wird sehen…

  5. Wer glaubt, dass Gold in der nächsten Zeit bzw in diesem Jahr und den darauffolgenden Jahren „sinken“ wird, der ist mehr schlecht als recht informiert. Es gibt genügend unabhängige Seiten im Internet, die das wahre Ausmaß der Finanzkrise (uvm) in Augenschein nehmen und sachlich hinterfragen. Was machen tun sollte, ist einen Teil in Edelmetalle wie Silber und Gold zu investieren. Wir werden uns noch warm anziehen müssen, was man ja auch an den aktuellen Kurs -reaktionen derzeit weltweit sieht.

    … Experten schätzen, dass er sich in diesem Jahr auf 950 US-Dollar pro Feinunze einpendeln wird …
    Und wieviele Experten haben die Krise kommen sehen?
    Wieviele Experten sprechen von Inflationsraten in Höhe von 3%, obwohl die wahren Raten bei über 10% liegen.

  6. Pingback: GELD kompakt · Hilfe, Finanzkrise! Was Sparer jetzt tun sollten

  7. Kann meinem Vorredner nur zustimmen (auch wenn es schon etwas länger her ist), aber vor allem Silber wird in den nächsten Jahren einen drastischen Wertzuwachs erfahren, weil es hauptsächlich in der Industrie ge- und verbraucht wird. Gleichzeitig wird die Förderung immer teurer. Natürlich sollte man nicht sein gesamtes Vermögen in Gold verwandeln, aber ein Anteil von 5-10% ist schon sinnvoll.

  8. Hallo

    Danke für diesen interessanten Artikel! Ich habe schon oft hier Beiträge gelesen und freue mich immer wieder über die gleichbleibend gute Qualität.

    Ich glaube ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Edelmetallen/Rohstoffen und Aktien im Depot ist der Schlüssel zum Erfolg, wobei ich persönlich zu einem Verhältnis von etwa 1 zu 2 zu gunsten der Rohstoffe tendiere

    Viele Grüße
    Konstantin

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