Schaffe, schaffe, Häusle baue…

… und nit nach de Mädle (oder Büble oder was auch immer) schaue. So lautet das alte Klischee vom schwäbischen Häuslebauer, das nun neuen Schwung bekommt. Denn wer sich jetzt eine Wohnung oder ein Haus kauft oder selbst den Hammer schwingt und sich sein Traumhaus baut, kann kräftig Geld sparen. Die Zinsen für Immobilienkredite sind günstig wie schon lange nicht mehr. Die Stiftung Warentest hat Kreditangebote für Immobilien geprüft. Die günstigsten Angebote gibt es über Kreditvermittler und Filialbanken.

Der Traum vom Eigenheim fällt von Käufer zu Käufer unterschiedlich aus. Dem trägt der Vergleich der Stiftung Warentest Rechnung. Er unterscheidet acht Modellfälle:

  • Finanzierung eines Neubaus
  • Hauskauf mit staatlichem Kredit der KfW-Förderbank
  • Kauf und Sanierung eines Altbaus
  • Flexibler Kredit mit Ratenwechsel
  • Anschlusskredit
  • Forwarddarlehen
  • Kleindarlehen
  • Finanzieren ohne Eigenkapital

Die niedrigsten Zinsen gibt es, so das Ergebnis der Untersuchung, bei Vermittlungsgesellschaften. Sie können günstige Kredite anbieten, da sie meist nur im Direktvertrieb über Internet, Post oder Telefon vermitteln und die Verwaltungskosten daher niedrig sind. Die Vermittler können zudem das passende Angebot von mehreren Banken und Versicherungen vergleichen und auswählen.

Gute Angebote kommen zurzeit aber auch von den klassischen Filialbanken. Die gute alte Sparkasse oder Genossenschaftsbank um die Ecke sowie die örtliche Sparda- oder Volksbank locken Kunden mit flexiblen Raten, Sondertilgungsrechten (frühere Rückzahlung des Kredits ohne Zusatzkosten) und zum Teil sogar mit einer Zinsbindung von bis zu 20 Jahren. Das macht den Baukredit dauerhaft günstig.

Wichtig, so die Stiftung Warentest, sei nach wie vor das richtige Finanzkonzept. Erst dann sei die Baufinanzierung solide. Käufer von Wohneigentum und Hausbauer sollten sich erst einmal ein genaues Bild von ihrem eigenen Finanzierungsbedarf machen. Erst, wenn man weiß, wie viel Geld man noch braucht, kann man nach dem geeigneten Kredit suchen.

Nicht vergessen sollte man die staatlichen Förderangebote, allen voran die der KfW-Förderbank. Sie vergibt Kredite für den Bau, aber auch für die Modernisierung eines Eigenheims. Manche Banken geben auf das ohnehin schon günstige KfW-Angebot sogar noch Zinsrabatt. Die ING-Diba zum Beispiel zieht 0,5 Prozent ab. Mit derartigen Schnäppchen können Häuslebauer auch in Zukunft dicke Bretter bohren.

Mehr Infos bei www.forium.de in der Rubrik Baufinanzierung.

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