Ass im Ärmel mit der Skatbank

Die VR-Bank Altenburger Land hat sich für ihre online Niederlassung einen besonderen Namen einfallen lassen: Ganz in regionalem Stolz nennt sich die neue Direktbank der VR-Bank jetzt „Skatbank“. Denn wie alle wissen, die gerne mal ein Spiel kloppen, kommen aus der thüringischen Stadt Altenburg die berühmten Skatkarten.

Das geht ja noch und ist auch mal ne nette Idee. Denn das Kartenspiel symbolisiert im Prinzip Cleverness und Interesse am Gewinn – wie das Geldanlegen auch. Zocken und rechnen muss man können beim Skatspielen und beim Geld – das haut hin.

Doch letztendlich zählt die Leistung, die hinter der Bank steht. Und da kommen wir wieder zur Skatbank: Die bietet ein kostenloses Girokonto und ein Tagesgeld-Konto mit fünf Prozent Zinsen – fest bis Ende des Jahres! Das ist mehr als bei Lidl zurzeit. Auf den ersten Blick – denn die fünf Prozent bei der Skatbank gibt es nur bis zur Betragsgrenze von 5.000 Euro, es sei denn man eröffnet gleichzeitig ein Gehaltskonto, dann geht es auch bis 20.000 Euro. Hm…

Weil es sich anbietet, spielt die Skatbank auf ihrer Webseite ein bisschen mit der Metapher des Kartenspiels – kann man machen, aber Vorsicht:

Die Produkte werden als „Unsere Trümpfe“ angepriesen, auch der Claim: „Immer gute Karten“ verspricht viel. Aber aufpassen sollte man, wenn man die Sprachen vermischt und eine Worthälfte den Leser dazu animiert, ein komplettes Wort auf Englisch zu lesen. Das kann manchmal ins Auge gehen, oder in die Hose: Denn CashAss ist zwar gut gemeint, weckt aber komplett englisch ausgesprochen ganz andere Assoziationen. Also: Denglisch abschaffen – sorry, Gayle Tufts.

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