„Man glaubt es kaum“, meint Lilo Blunck vom Bund der Versicherten, „dass die Hochzeit einen so großen Einfluss auf den eigenen Policenordner hat.“ Deshalb haben die Experten zusammengestellt, was Paare beachten sollten, bevor die Hochzeitsglocken läuten. Denn oft ergeben sich im Hinblick auf Versicherungen Verbesserungen und Gelegenheiten zum Sparen.

Gern und häufig vergessen wird eine Änderung des Bezugsrechts bei den Lebensversicherungen. Dabei ist eine gegenseitige Absicherung sehr wichtig. Haben beide Partner eine Privathaftpflichversicherung, so kann der jüngere Vertrag wegen Eheschließung gekündigt werden. Das spart viel Geld. Ausnahme: Man hat eine Single-Versicherung abgeschlossen. In der Kfz-Police ist häufig ein bestimmter Benutzerkreis für das Fahrzeug festgelegt. Also unbedingt den Partner als Fahrer eintragen lassen. Und wie sieht es mit der Hausratversicherung aus? Haben beide eine, ist eine überflüssig. Doch sollten Paare nicht vergessen, die verbleibende Police auf den gemeinsamen Hausstand anzupassen. Ein Kündigungsrecht haben Eheleute bei ihren Rechtschutzversicherungen. Die mit dem geringeren Umfang kann wegfallen. Nachschauen sollten Brautleute, ob zur Trauung eine Aussteuerversicherung fällig wird. Dann kann die Feier etwas größer ausfallen. Prüfen sollte das Paar zudem, ob es auf eine Auslandskrankenversicherung zurückgreifen kann – das wäre interessant für die Hochzeitsreise.

Übrigens: Nach dem neuen Versicherungsvertragsgesetz muss der Versicherer eine Kündigung oder Änderung des Vertrages aktzeptieren. Zu viel bezahlte Beiträge muss er erstatten. Wichtig ist auch: Ändert sich durch die Heirat der Name, müssen alle Policen korrigiert werden.

(Quelle: Bund der Versicherten)

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