Politisch korrektes Verhalten macht sich, zumindest an der Börse, bezahlt. Wie der Branchendienst ECOreporter.de berichtet, stieg das Gesamtvolumen nachhaltiger und ethischer Fonds in Deutschland im Jahr 2007 um weitere 2,5 Milliarden Euro auf nunmehr 21,6 Milliarden Euro an. Besonders in Mode: Erneuerbare-Energie-Fonds. Doch auch mit alten Fonds, die PR-technisch eher ein Schattendasein fristen, lässt sich gut Rendite machen.

Neben den nachhaltigen und ethischen Fonds konnten auch die Erneuerbare-Energie-Fonds ihr Volumen von 2,6 Milliarden Euro (Stand Ende 2006) mehr als verdoppeln. Sie liegen Ende 2007 bei 6,6 Milliarden Euro. Die aktuelle Klimadiskussion scheint das Gewissen der Anleger zu beflügeln und zu Investitionen zu reizen. Das Angebot ist groß. Aktuell kann man in Deutschland aus 155 Fondsangeboten auswählen. Doch nicht nur das gute Gewissen macht sich bezahlt, sondern auch die Investition selbst. Wie forium.de in einem Finanztipp über ethische Geldanlagen bereits berichtete, ist ihre Performance in den letzten Jahren leicht überdurchschnittlich und stabil verlaufen.

Es ist auch eine alte Weisheit unter Anlegern, dass Fonds wie Weine sind: Je älter, desto besser. Das bestätigt nun auch der österreichische Fondsanalyst „e-fundresearch.com“. Er hat alle in Österreich, Deutschland oder in der Schweiz zugelassenen Fonds nach Alter und Entwicklung analysiert. Das Ergebnis: Die ältesten Fonds schneiden um durchschnittlich 0,83 Prozent pro Jahr besser ab als die jüngeren Fonds. Das mag nach nicht viel klingen, langfristig gesehen aber macht dieser kleine Unterschied viel aus.

Ein Grund dafür sei auch das mit durchschnittlich 500 Millionen Euro wesentlich größere Gesamtvolumen der Börsen-Oldies mit etwa gleich hohen Verwaltungskosten wie die jüngeren Fonds. Den von der Union Investment aufgelegte UniFonds gibt es bereits seit 1956. Anleger konnten mit ihm in den letzten 25 Jahren im Durchschnitt 14,2 Prozent Rendite einfahren. Der älteste Fonds Deutschlands, com invest Fondak, wurde 1950 gegründet. Er brachte in den letzten 25 Jahren sogar 15,2 Prozent. Dinosaurier haben eben doch das bessere Sitzfleisch.