Fünf Euro für jeden Gottesdienst-Besucher

Ostfriesenwitze gibt es wie Sand an der Nordsee. Dass ein ostfriesischer Pastor jedem Gottesdienst-Besucher einen Briefumschlag mit fünf Euro in die Hand drückte, ist allerdings kein Witz.

Unter dem Motto „Mach‘ mehr draus!“ lud der Collinghorster Pastor Burkhard Westphal seine Gemeindemitglieder zum Gottesdienst ein. Und viele (Un-) Gläubige folgten seinem Ruf und holten sich die fünf Euro ab.

Wer nun aber glaubt, diese gingen mit einem guten Gewissen nach Hause – der irrt. Schließlich möchte der Pastor, dass mit dem „anvertrauten“ Geld etwas „gemacht“ wird.

Als Quelle seiner Argumentation diente ein Gleichnis aus dem Lukas Evangelium, Kapitel 19, Verse 12 bis 23.

Ob der Gottesdienst-Besucher die fünf Euro ausgibt, spart, investiert oder der Kirche spendet, bleibt jedem Empfänger selbst überlassen.

Bis zum 6. April 2008 kann er darüber nachdenken, dann endet die Aktion und der Pastor wird sehen, ob und wie viel Geld zurückkommt.

Wenn die Einnahmen dann auch nicht groß sein werden, war die ungewöhnliche Aktion ein riesiger Marketing-Erfolg.

Schließlich sprach sogar der „Papst“ der deutschen Fernseh-Unterhaltung, Johannes B. Kerner, mit dem Pastor aus Collinghorst.

2 Gedanken zu “Fünf Euro für jeden Gottesdienst-Besucher

  1. Traurig eigentlich, wenn man die Herde der (Un-)Gläubigen nur mit dem schnöden Mammon ködern kann. Aber ein Pastor ist eben wie ein Hirte. Und der muss seine Schafsherde auch irgendwie zusammen halten, damit er später keinen Ärger mit seinem Chef bekommt.
    Andererseits: Für fünf Euro sonntags früh aufstehen ist schon ein ganz schönes Opfer.

  2. Marketingfaktort ist sicherlich hoch. Aber dass da noch viel Geld zurückkommen wird ist fraglich vielleicht ist ja der eine oder andere Euro schon im Klingelbeutel gelandet 😉

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