Schlussverkauf: Warum Männer sitzen bleiben

Der Schlussverkauf ist tot – es lebe der Schlussverkauf! Nachdem diese Billig-Phase im Einzelhandel offiziell abgeschafft wurde, gibt es sie irgendwie immer noch so wie vorher. Und auch die Randerscheinungen sind gleich geblieben, in den Kaufhäusern oder den etwas „gesetzteren“ Bekleidungsgeschäften (Namen tun hier nichts zur Sache). Auch die Frage ist gleich: Was machen die Männer da?

In Kaufhäusern gibt es oft diese Sofas, Sessel – manchmal ganze Polsterlandschaften, auf denen es sich ein paar (nicht immer nur ältere) Herren gemütlich machen. Aber, nein, gemütlich scheint das gar nicht zu sein. Wenn man sich an den Blicken der Männer orientiert, wissen sie gar nicht, was sie da sollen. Die Blicke sind leer, sie starren vor sich hin und warten, bis sie wieder abgeholt werden. Währenddessen frönt die Gattin dem Power-Shopping: Zack, zack, hier was anprobieren, da was vergleichen, man kennt das ja.

Aber dies mit dem Gefühl im Nacken, dass da jemand sitzt, der auf das Komando zum Abmarsch wartet? Deprimierend. Und auch für andere Kunden ist dieser Anblick nicht gerade prickelnd.

Neulich wieder: Drei einander völlig fremde Herren fristen ihr Dasein in der Schuhabteilung. Sie reden nicht, sie denken nicht. Sie sitzen nur – wie abgeschaltet, außer Betrieb. Dass sie dabei noch die Hocker zum Schuhe anprobieren blockieren, merken sie natürlich auch nicht!

 Männer! Erhebt Euch! (Oder bleibt zu Hause sitzen)

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