Einkommen und Vorsorge: Das ändert sich 2008

Auf ihrem Konto wird sich 2008 einiges ändern. GELD kompakt wünscht ihnen natürlich ein zusätzliches Plus auf der Habenseite. Dafür könnte zum Beispiel die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung sorgen. Der wird voraussichtlich rückwirkend zum 1. Januar von 4,2 auf 3,3 Prozent gesenkt. Außerdem sollen ältere Arbeitslose künftig wieder länger Arbeitslosengeld I erhalten. Schüler und Stuenten können ab Oktober zehn Prozent mehr Bafög bekommen. Außerdem wurde ein Kinderbetreuungszuschlag eingeführt und sie dürfen mehr dazuverdienen. Bei der Riester-Rente wurde die Kinderzulage erhöht und auch steuerlich winken neue Vorteile für Riester-, Rürup oder Betriebsrenten-Sparer.

Aber der Reihe nach: Arbeitslose über 50 bekommen künftig 15 Monate lang ALG I ausbezahlt, statt wie bisher zwölf Monate. Ab 55 sind es dann 18 und ab 58 sogar 24 Monate. Allerdings müssen dazu entsprechende Vorversicherungszeiten nachgewiesen werden. Voraussetzung für die über 58Jährigen ist, dass sie in den letzten fünf Jahren vor der Arbeitlosmeldung 48 Monate lang versichert waren. Ab 50 sind es 30 Monate und ab 55 sind es 36 Monate.

Das Studenten-Bafög erhöht sich zum Wintersemester von 585 auf 643 Euro, bei Schülern von 481 auf 521 Euro. Daneben steigt der Elternfreibetrag von 1.440 auf 1.555 Euro. Außerdem steigt der zusätzliche Ehegattenfreibetrag und der Freibetrag für unterhaltspflichtige Kinder. Hinzu kommt der neue darlehensfreie Kinderbetreuungszuschlag von bis zu 113 Euro im Monat für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind. Auch muss die Ausbildung eines Bafög-Bewerbers nicht mehr zwingend im Inland beginnen. Und Bezieher können sich dann mehr dazuverdienen: 400 statt 250 Euro.

Auch bei der Altersvorsorge gibt es einige Änderungen. 154 statt 114 Euro winken als Grundzulage bei der Riester-Förderung. Die Kinderzulage liegt bei 185 statt 138 Euro. Die volle Förderung bekommt man allerdings erst, wenn vier Prozent des Bruttoeinkommens in einen Riester-Vertrag fließen. Die Kinderzulage für Neugeborene steigt auf 300 Euro. Alternative: ein Sonderausgabenabzug. Dagegen bleibt die Einbeziehung von selbstgenutztem Wohneigentum in die Riester-Vorsorge nach wie vor ungeklärt. In eine betriebliche Altersvorsorge können künftig 2.544 statt 2.520 Euro steuer- und sozialabgabenfrei eingezahlt werden. Fließt das Geld in eine Unterstützungskasse oder Direktzusage, kann ein unbegrenzt hoher betrag steuerfrei eingezahlt werden. Beiträge zu einer Rürup-Rente sind bis zu einem Höchstbetrag von 13.200 Euro für Ledige und 26.400 Euro für Verheiratete absetzbar.

Bei den Pflichtversicherungen ist die Beitragsbemessungsgrenze gestiegen. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung müssen bundeseinheitlich bis zu einem Jahreseinkommen von 43.200 Euro bezahlt werden. Ein Wechsel in eine private Krankenversicherung ist ab einem Jahreseinkommen von 48.150 Euro möglich. Auch bei gesetzlicher Renten- und Arbeitslosenversicherung erhöht sich die Grenze, bis zu welcher Beiträge bezahlt werden müssen. Im Westen liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 63.600 Euro und im Osten bei 54.600 Euro. Das kann sich negativ im Geldbeutel auswirken.

Das Thema Unterhalt haben wir an dieser Stelle ja bereits vor einigen Tagen abgehakt. Morgen gibt es mehr zu den Änderungen bei Steuern und Versicherungen.

(Quelle für Zahlenangaben: Verbraucherzentrale NRW)

3 Gedanken zu “Einkommen und Vorsorge: Das ändert sich 2008

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  2. Sehr interessante Zusammenfassung. Ich dachte, ich hätte schon alles gewußt, aber da gab’s noch ein en Punkt – danke

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