Geld sparen mit Online-Scheidung?

Laut Statistischem Bundesamt ließen sich im letzten Jahr 190.928  Ehepaare scheiden. Über die Gründe des Scheiterns – sei es Eifersucht, Frust, Langeweile, Sex, Gewalt oder die Möglichkeit zur Online-Scheidung – erfährt man nichts. Fest steht nur, dass 55,8 Prozent Frauen bzw. 44,2 Prozent Männer den Scheidungsantrag abgaben. Wie der Scheidungsantrag abgeben wurde – ob per Mail, per Post oder per-sönlich – geht leider nicht aus den Zahlen hervor.  

Wahrscheinlich wählen immer mehr Scheidungswillige die Online-Variante, denn auf immer mehr Internetseiten wird dieser Service von Rechtsanwälten angepriesen. Viel preiswerter als die herkömmliche Weg wird die Online-Scheidung kaum sein. Der Streitwert verändert sich ja nicht und auch die Anwaltshonorare unterliegen strikten Regeln. 

Die Online-Variante lohnt sich, wenn einer der Scheidungswilligen nicht vor Ort ist und beispielsweise das Trennungsjahr auf Mallorca verbringt. Mit einem Mausklick und ein paar Schlägen in die Tastatur geht das ruckzuck. Vorm Scheidungsrichter muss er/sie allerdings trotzdem erscheinen.

Am meisten Geld kann man bei einer einvernehmlichen Scheidung mit einem gemeinsamen Anwalt sparen. Versuchen Sie ihren Noch-Ehegatten zu überreden. Sagen Sie doch:

„Schatz, zum Ende unserer sieben (un)glücklichen Ehejahren, wünsche ich mir nur noch eins von dir: Lass uns noch einmal etwas teilen. Bitte! Lass uns den Scheidungsanwalt teilen.“

Vielleicht haben Sie ja Glück – im Unglücksfall Scheidung.

Ein Gedanke zu “Geld sparen mit Online-Scheidung?

  1. Wie soll man denn da sparen können? Die Anwaltskosten richten sich doch immer nach dem „Streitwert“. Der Spruch mit den „lass und die Kosten des Scheidungsanwalts teilen“ macht doch nur wenig Sinn … die Kosten der Scheidung schmälert doch das während der Ehe angesammelte Vermögen => Bei Gütergemeinschaft zahlt damit sowieso jeder die Hälfte.

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