Die norisbank startet durch. Mit einfachen Produkten will die Deutsche Bank-Tochter auf den Privatkundenmarkt für Klarheit sorgen. Bei der Produktbezeichnung hat sie angefangen. Alle Angebote beginnen mit dem Wörtchen top. Na dann.

Das Top-Girokonto der norisbank ist gebührenfrei. In den 97 Filialen und an über 7.000 Geldautomaten kann der Kunde sein Bargeld kostenlos abheben. Das Konto der Deutschen Bank-Tochter erhält jeder Privatkunde ohne wenn und aber.

Bei anderen Filialbanken sieht das oft anders aus. Die Banken bewerben ihr angeblich gebührenfreies Girokonto oft mit einem Extra-Sternchen.

So vergibt die Postbank ihr gebührenfreie GiroPlus-Konto nur an Kunden, die über einen monatlichen bargeldlosen Geldeingang von mindestens 1.250 Euro verfügen.

Die Commerzbank verlangt 1.200 Euro und die Dresdner Bank 650 Euro pro Monat. Anders die Citibank. Sie fordert ein kontinuierliches Citibank-Guthaben von mindestens 2.500 Euro.

Die Kontoführung des Top3-Zinskonto der norisbank ist ebenfalls kostenlos. Das Highlight hier: Der Kunde braucht sich nicht nach einem hohen Zinssatz umzuzschauen.

Das erledigt die norisbank für ihn. Der Zinssatz ist automatisch unter den Top3 der 75 größten deutschen Banken. (Neukunden-)Sonderaktionen anderer Banken sind im Vergleich mit der norisbank ausgenommen.

Aktuell liegt der norisbank Zinssatz für das Top3-Zinskonto bei 4,25 Prozent. Zudem kann der Kunde täglich über sein Geld verfügen. Angepasst wird der Zinssatz monatlich von der norisbank. Ein Nachteil des Top3-Zinskonto: Das Angebot ist nur bis zum 31. März 2009 garantiert. Das Wort Top stimmt aufgrund der guten Zinsen trotzdem!

Durch ihre neuen Offerten wird die norisbank sicherlich Kunden gewinnen können. Andere Filialbanken setzt sie zudem mit ihren Angeboten unter Zugzwang. Ob in naher Zukunft mehr „echte“ kostenlose Girokonten angeboten werden, wer weiß?

Eins ist klar: Einen Flop, wie die Deutsche Bank schon einmal mit einer Privatkundenbank, der Deutschen Bank 24 erlitten hat, wird sie mit der norisbank wohl kaum erleiden, oder?