Deutschland: Ruheraum für Finanzschläfer?

Im Wirtschaftsmagazin Capital hauen einige Experten im Hinblick auf die Politik von Verbraucherschutzminister Horst Seehofer ganz schön auf den Putz. Er unternehme nichts, um Investoren vor betrügerischen Machenschaften zu schützen. Ein Göttinger Anwalt behauptet gar, Deutschland werde inzwischen „zu Recht ein Ruheraum der internationalen Finanzkriminalität genannt.“ Auch die Verbraucherzentralen kritisieren, man höre von Seehofer als selbsternanntem Schutzpatron der kleinen Leute nichts zu aktuellen Finanzskandalen (Göttinger Gruppe, Badenia, Leipzig-West, etc.).

Dabei seien allein von den Deals um Schrottimmobilien direkt und indirekt bis zu drei Millionen Menschen betroffen. Von deren Altersvorsorge blieb wenig bis nichts. Diese Opfer, so der Tenor, fühlen sich von der Politik alleine gelassen. Der Leiter des Deutschen Instituts für Anlegerschutz nennt es in dem Capital-Artikel einen Skandal, dass die gesetzliche Finanzaufsicht nicht mehr Befugnisse bekomme, um gegen Anlagebetrüger vorzugehen.

Hier geht’s zum Capital-Artikel über mangelhaften Anlegerschutz.

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