Bezahl-Knigge: Schluss mit Geld-Rüpelei!

So geht das auch wirklich nicht weiter: Neulich war ich im Restaurant und da hat der Mann am Nebentisch der Bedienung das Geld hingeknallt – unmöglich. Und dann nicht mal Trinkgeld gegeben, so wie der Kellner gekuckt hat. Gut, dass VISA jetzt den Bezahl-Knigge entwickelt hat – in Kooperation mit dem richtigen, dem Benimm-Knigge.

Besser benehmen könnten wir uns ja schon lange. Das hat uns jedenfalls der alte Freiherr von Knigge schon im 18. Jahrhundert mit seinem Buch „Über den Umgang mit Menschen“ beibringen wollen.

„Über den Umgang mit Geld“ könnte man das nennen, was aus der Zusammenarbeit von Benimm- und Geldexperten entstanden ist: Den Ratgeber kann sich jeder, der es nötig hat, aber auch jeder, der sich einfach interessiert, von den Seiten www.visa.de und www.knigge.de runterladen.

Endlich! Jetzt weiß man, wie man sich wirklich verhalten soll, wenn die Rechnung kommt. Nicht etwa sauer werden angesichts der Höhe und den Kellner anmotzen, sondern still und diskret die Kreditkarte rüberschieben. „So kann unangenehmes Hantieren mit Geldscheinen vermieden werden“, heißt es in der Pressemitteilung von VISA. Wie unangenehm…

Jedenfalls, der Herr von meinem Nebentisch neulich kann gerne mal in den Ratgeber reinsehen. Und vielleicht wird er unter knigge.de auch sonst noch fündig. Denn vor dem Essen hat er mir den letzten Parkplatz vor der Nase weggeschnappt. Raue Sitten, nicht nur beim Geld!

2 Gedanken zu “Bezahl-Knigge: Schluss mit Geld-Rüpelei!

  1. Vielleicht war der Kellner vorher unfreundlich oder das Essen hat nicht geschmeckt und das war nur die Retourkutsche.
    Aber warum das Hantieren mit Geldscheinen so problematisch sein soll, weiss nur wohl nur visa.

  2. Naja, das kann man dann wohl unter Marketing verbuchen…

    Solange man mit seiner Brieftasche nicht rumwedelt wie verrückt, kann ich da nun kein echtes Problem erkennen.

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