Eine Technik aus Urgroßvaters Zeiten: Bislang dreht sich in Deutschlands Kellern ein Rädchen in einem schwarzen Kasten mehr oder weniger gemütlich. Nimmt man Waschmaschine oder Durchlauferhitzer in Betrieb, kommt es auch mal richtig in Schwung und macht den Stromverbrauch anschaulich. Doch eine wirkliche Verbrauchskontrolle, insbesondere bei Lampen oder Kleingeräten, lässt der Apparat nicht zu. Das soll sich nun ändern.

Der Energieversorger EnBW startet momentan einen Testlauf mit einem neuen, intelligenten Stromzähler. Der wird über eine DSL-Verbindung an das Internet angebunden. In kurzen Abständen übermittelt er Daten an einen geschützten Bereich auf einem EnBW-Rechner. Auf den können Kunden dann zugreifen und ihre Daten einsehen. Die Verbrauchswerte werden alle 15 Minuten aktualisiert. So lassen sich nicht nur Wochen- und Monatswerte leicht miteinander vergleichen, sondern man kann auch seine Stromfresser ausfindig machen und gegebenenfalls ersetzen. Eine weitere Funktion könnte in der Zukunft der Datenzugriff per Handy sein. Dann müsste man nur noch nach Hause eilen, wenn der Herd tatsächlich noch an ist.