Intelligenter Stromzähler hilft beim Sparen

Eine Technik aus Urgroßvaters Zeiten: Bislang dreht sich in Deutschlands Kellern ein Rädchen in einem schwarzen Kasten mehr oder weniger gemütlich. Nimmt man Waschmaschine oder Durchlauferhitzer in Betrieb, kommt es auch mal richtig in Schwung und macht den Stromverbrauch anschaulich. Doch eine wirkliche Verbrauchskontrolle, insbesondere bei Lampen oder Kleingeräten, lässt der Apparat nicht zu. Das soll sich nun ändern.

Der Energieversorger EnBW startet momentan einen Testlauf mit einem neuen, intelligenten Stromzähler. Der wird über eine DSL-Verbindung an das Internet angebunden. In kurzen Abständen übermittelt er Daten an einen geschützten Bereich auf einem EnBW-Rechner. Auf den können Kunden dann zugreifen und ihre Daten einsehen. Die Verbrauchswerte werden alle 15 Minuten aktualisiert. So lassen sich nicht nur Wochen- und Monatswerte leicht miteinander vergleichen, sondern man kann auch seine Stromfresser ausfindig machen und gegebenenfalls ersetzen. Eine weitere Funktion könnte in der Zukunft der Datenzugriff per Handy sein. Dann müsste man nur noch nach Hause eilen, wenn der Herd tatsächlich noch an ist.

5 Gedanken zu “Intelligenter Stromzähler hilft beim Sparen

  1. Hi, ich habe ein kleines Verständnisproblem: Wo bitte liegt der Unterschied, ob ich nun alle 15 Minuten in den Keller gehe und dort auf den Zähler schaue (also auf die Ziffern und nicht auf das Rad) oder ob ich die gleiche Information im Internet abrufe? Ich spare mir lediglich den Gang zum Zähler 😕

    Ich sehe eigentlich nur den Eigennutz des Energiebetreibers, der sich so den Prozess mit dem jährlichen Stromablesen spart. Auch könnte er zukünftig monatsgenau abrechen, weil ihm ja alle Daten mehr oder weniger in Echtzeit vorliegen. Auch hat er weniger Probleme, wenn er seine Preise „anpasst“.

    Das ganze soll dann dem Kunden als „Energiesparmaßnahme“ schmackhaft gemacht werden — mit bunten Diagrammen, die zeigen, dass ich in der Nacht weniger Strom verbrauche als am Tag und im Winter mehr als im Sommer?

    Wo sind die konkreten Handlungsmaßnahmen? Soll ich Abends das Licht aus lassen — könnte mir diese Statistik sagen. Sinnvoller ist hier ein Strommessgerät aus dem Baumarkt für EUR 10. Damit kann ich direkt den Verbrauch der Waschmaschine und Co. messen. 😉

  2. und wer zahlt die DSL leitung? der stromlieferant oder der Kunde? Zahle ich mehr für das Gerät? ich weiss ja dann auch nicht genau welche geräte dann laufen…..
    also irgendwieriecht es schon nach einem marketing gag mit zusätzlichen Kosten für den Verbraucher

  3. Die Idee mit den intelligenten Stromzählern finde ich eigentlich ganz gut – so hat man wenigstens etwas mehr Überblick über seine Kosten. Schlecht finde ich, dass das ganze über Internet gesteuert wird. Sind unsere Daten einmal im Netz, sind sie auch für viele leicht einsehbar. Die Aussage, dass wir immer mehr zum „gläsernen“ Bürger gemacht werden stimmt schon……leider.

  4. Stimmt, dann kann ich endlich überwachen wann du deine Toilettenlampe einschaltest. 😉
    Angst hätte ich vielmehr vor Manipulation oder den Kosten die umgelegt werden.

  5. Pingback: GELD kompakt · Sparen mit intelligentem Stromzähler - und mit einem Anbieterwechsel

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