Über den Wissensstand der Deutschen beim Thema Geldanlage weiß eine repräsentative Befragung von TNS Infatest im Auftrag des Axa Investment Managers wenig Schmeichelhaftes zu berichten. So halten 40 Prozent der Befragten ein Investment in Fonds für genauso risikoreich wie in Einzelaktien. Nur 52 Prozent der Fondsbesitzer wissen wiederum, dass Kursgewinne bei Aktienfonds nur dann zu versteuern sind, wenn diese weniger als ein Jahr gehalten werden. Auch glauben fälschlicherweise mehr als die Hälfte der Deutschen, Geldmarktfonds machen Gewinne, indem sie in unterschiedliche Währungen investieren.

Immerhin 48 Prozent geben an, dass Immobilienfonds durch Kauf, Renovierung und Weiterveräußerung baufälliger Gebäude Geld verdienen. Auch dies ein Irrglaube. Die bloße Existenz von Immobilienfonds ist allerdings einer breiten Mehrheit bekannt. REITs-Fonds sind dagegen nur sieben Prozent der Befragten ein Begriff.

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Fondsgesellschaft ist deren Bekanntheitsgrad, sagen zwei Drittel der Interviewten. Das Problem: Drei Vierteln fällt auf Anhieb kein Name ein.

Eben wenig schmeichelhaft – allerdings vor allem für die Anbieter und ihre teuer bezahlten Werbeprofis. Die wollen ihre Produkte doch schließlich an die Kundschaft bringen. Aber vielleicht gelingt das leichter, wenn man die Kleininvestoren im Unklaren lässt.