Eltern werden beim Dauer-Spezial der Deutschen Bahn diskriminiert!

Schöne neue Welt! So zumindest die verheißungsvollen Werbeaussagen der Deutschen Bahn: „Dauerhaft günstig durch ganz Deutschland. Bis zum 31.12.2007. Jetzt dauerhaft sparen!“

Hört sich toll an! Aber in den Genuß der günstigen Preise kommen nur Singles und kinderlose Paare, die mit der Bahn reisen. Das ist echt mal super. Als Erwachsener kommt man so beispielsweise ein mal quer durch die Republik von Berlin nach Freiburg für läppische 59 Euro die Strecke (den 29-Euro-Preis kriegt wohl eh keiner!).

Eltern haben dagegen auf ganzer Strecke verloren, Ihnen wird nicht einmal ein Sparpreis angeboten.

Will man nämlich sein Kind mitnehmen und gibt das auch brav im Online-Buchungssystem der Bahn an (so wie man das halt machen soll), ist Schluß mit den Bahn-Schnäppchen! Das günstigste Angebot, das nun angezeigt wird, ist der allseits bekannte und sagenhaft teure Normalpreis für 119 Euro.

Da nutzt es auch nichts, dass die Bahn auf Ihrer Website verspricht, dass „Kinder bis einschließlich 14 Jahre in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern sogar kostenlos reisen“. Das eigentlich kostenlose Kleinkind kostet also gleich mal 60 Euro extra.

Was lernen wir daraus: Eltern werden von der Bahn scheinbar für dumm verkauft! Da kann man allen zugfahrenden Eltern nur Raten nicht auf den Buchungshinweis der Deutschen Bahn zu hören („Bitte geben Sie Ihre mitreisenden Kinder vor einer Preisanfrage in der Reiseauskunfts-Maske an, auch wenn diese kostenlos fahren.“) .

Mal schauen was der gute Schaffner dazu sagt! 😉

12 Gedanken zu “Eltern werden beim Dauer-Spezial der Deutschen Bahn diskriminiert!

  1. Die Bahn nimmt doch alle hopp, wo sie nur kann. Denn auch kinderlose Eltern werden benachteiligt: großes Schreiben, dass der Ehepartner die Bahncard gleicher Klasse für nur 5 Euro im Jahr bekommt. Aber nur, wenn Kinder im Haushalt leben. Das finde ich auch ne Frechheit, denn nicht alle sind gewollt kinderlos!

  2. Ich bin noch nicht gefahren. Die Fahrt ist eigentlich für morgen geplant -wenn die Züge fahren (für morgen ist mal wieder Streik angesagt!).

    Werde dann bereichten, ob der Schaffner die Vorgehensweise gut fand.

  3. HAllo Thilo, was ist denn nun aus der Reise geworden??und was hat der Schaffner gesagt??? Ich möchte am 30.7 fahren und am liebsten auch mit dem Dauer-Spezial. Danke für deine Antwort.

  4. Die Zugafahrt mit dem „Dauer-Special“-Ticket hat problemlos geklappt, auch wenn meine Tochter nicht auf dem Ticket eingetragen war. Dem Schaffner ist es nicht aufgefallen bzw. hat es einfach ignoriert – und man muss ja nicht immer nachfragen 😉

  5. Hallo,

    diese Sache ist mir auch aufgefallen. Habe mich auch gleich mal an die Bahn per mail gewendet weil ich durch diesen Irrsinn dann bei der Platzreservierung anstatt 3,00 EUR (wenn ich 2 Plätze mit der Fahrkarte in einem Buchungsgang hätte buchen können) 7,00 EUR zahlen. Denn soviel kostet es, wenn man nur eine Reservierung vornimmt ohne eine Fahrkarte zu kaufen. Da wird einem echt das Geld aus der Tasche gezogen.
    So sind sie eben, die Spezialpreise!

  6. Mir ist was anders passiert, aber berichtenswert!

    Ich habe ein online-Ticket für eine Reise meines 16 jährigen Sohnes gekauft und mit meiner Visa-Card bezahlt. Klar, dass die Bedingungen der Bahn sagen, dass das Ticket nicht übertragbar ist. Aber wie sonst kann ich ein online-Ticket für meinen minderjährigen Sohn kaufen? Es gibt doch keinen Hinweis auf der DB-Homepage.

    Auf dem Zug hat man das Ticket nicht akzeptiert, trotz Hinweis meines Sohnes mich jederzeit telefonisch erreichen zu können. Er wurde gezwungen ein neues Ticket zu kaufen.

    Darf mein Sohn keine Bahn fahren, nur weil er kein Konto hat und somit keine Möglichkeit ein Ticket selbst zu zahlen?

  7. Der Service der Deutschen Bahn in puncto Online-Ticket lässt tatsächlich noch zu wünschen übrig. In einer Zeit, in der man online alles mögliche für jedermann kaufen und bestellen kann, mutet es äußerst rückschrittlich an, wenn jeder nur für sich selbst ein Online-Bahnticket kaufen kann. Das macht auch Gruppenreisen per Online-Ticket unmöglich.

    Wenn ihr Sohn ein Giro-Konto mit EC-Karte hat, muss er sich das Ticket per Lastschrift selber bestellen.

    Wenn Sie vor Fahrtantritt noch ein paar Tage Zeit haben, nutzen Sie die postalische Ticketzustellung der Bahn. Die funktioniert meiner Erfahrung nach sehr schnell und gut.

  8. @Klaus

    Das ist grade das Problem gewesen. Mein Sohn hat kein Konto. Wozu auch, wenn er nur die Schule besucht. Bis jetzt war das nicht erforderlich. Außerdem ist noch wichtiger die Zeitfrage gewesen, da die Reise kurzfristig war. Also es gab keize Zeit für Postzustellung, die ich übrigens für mich selbst zufriedenstellend mehrmals in Anspruch genommen habe.

    Momentan hoffen wir nur auf die Kulanz der DB, wenn die Reklamation akzeptiert wird.

  9. Also, ich hatte mit 16 schon ein Konto, wie alle meine Klassenkameraden auch – und wir waren alle Schüler. Es ist gerade für Jugendliche wichtig, dass sie früh lernen, mit Geld umzugehen. Ich glaube, es wird Zeit, dass Sie mit ihrem Sohn zusammen für ihn ein Konto einrichten. Das wäre doch ein guter Vorsatz für 2008! Denn ohne Konto läuft in unserer Zeit eben vieles nicht, ob einem das passt oder nicht.
    Sehr gute Infos für Girokonten finden Sie bei forium.de
    http://www.forium.de/girokonten.htm

  10. @Klaus, hast ja Recht. Keine Frage. Allerdings in diesem Fall hätte ein Konto ebenfalls nichts gebracht, da die Reise kurzfristig war, also nur per Kreditkarte bezahlbar, was ein Kind auch mit Konto nicht bekommt. Oder doch? Wie gesagt, bis jetzt hat er das Konto nicht gebraucht, aber Du hast vollkommen Recht. Gleich am Montag mache ich ein Konto für ihn klar.

Schreibe einen Kommentar