Sie befinden sich im Monatsarchiv für den Monat Juni, 2007.

Plus macht sich neuerdings daran, Begriffe für seine Reklame neu zu definieren. Auf Plakaten warb der Discounter laut einem Bericht des Hamburger Abendblattes kürzlich in seinen Filialen mit einem Hammer-Angebot: 30 Prozent Rabatt auf alle Haushaltsartikel. Wenn „alles wahnsinnig billig“ ist „macht Einkaufen Spaß“, wird auf den Plakaten zurecht bemerkt. Also ran an die Haushaltsartikel. Wer allerdings seinen Einkaufswagen bis zur Oberkante mit Spüli, Schwämmen, Essigreiniger, Streichhölzern oder Küchenkrepp füllte, konnte an der Kasse sein blaues Wunder erleben. Denn Plus versteht unter Haushaltsartikeln anderes als der Durchschnitts-Kunde. Ein Sternchen auf dem Plakat führt nämlich zu einer winzigen Fußnote, die aus Haushaltswaren Plus-Aktionsware wie Bohrmaschinen oder Handstaubsauger macht. Wirklich sehr „spaßig“.

Die Berliner Sparkasse praktiziert die Kunst des Hineinversetzens, wie sie es nennt. Das dokumentiert sie zurzeit in einer großen Werbekampagne. Auf Plakaten, Online-Bannern und Anzeigen sehen wir Bank-Berater als Kunden verkleidet. Fünf verschiedene Motive stellen fünf verschiedene Szenen mit „typischen“ Alltagsmenschen dar. Auf der Webseite der Berliner Sparkasse  kann man die Kampagne nachverfolgen, falls man keine Zeitung liest,  nicht auf die Straße gehen möchte oder nicht in der Hauptstadt lebt. Ansonsten wird man als Berliner diese Bilder momentan kaum übersehen – sie sind wirklich sehr präsent. Den ganzen Artikel lesen »

Schöne neue Welt! So zumindest die verheißungsvollen Werbeaussagen der Deutschen Bahn: „Dauerhaft günstig durch ganz Deutschland. Bis zum 31.12.2007. Jetzt dauerhaft sparen!“

Hört sich toll an! Aber in den Genuß der günstigen Preise kommen nur Singles und kinderlose Paare, die mit der Bahn reisen. Das ist echt mal super. Als Erwachsener kommt man so beispielsweise ein mal quer durch die Republik von Berlin nach Freiburg für läppische 59 Euro die Strecke (den 29-Euro-Preis kriegt wohl eh keiner!).

Eltern haben dagegen auf ganzer Strecke verloren, Ihnen wird nicht einmal ein Sparpreis angeboten. Den ganzen Artikel lesen »

Also wirklich: Irgendwie versuchen doch alle Versicherungen nur, uns mehr oder weniger das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Kunde ist nicht mehr als eine laufende Nummer. Ich habe jetzt eine Versicherung gefunden, die sich noch um ihre Kunden kümmert, der man vorbehaltlos vertrauen kann. Aber sehen Sie selbst deren Werbespot:

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Warum meine teure Adidas-Badehose beim Sonnen am am körnigen Sandstrand durchscheuern, dachte ich bei mir, wenn es bei Aldi und Plus gerade gar nicht mal völlig unschicke Kastenbadehosen oder Shorts für unter vier Euro gibt. Also auf zur nächsten Plus-Filiale, denn deren Retrobadehose gefällt, doch leider ist das Angebot bereits am ersten Verkaufstag (Montag) vergriffen. Macht nichts, denke ich, am Mittwoch bestückt Aldi seine Regale mit Bademoden. Doch auch dort muss ich Donnerstag früh feststellen: Badehosen bei Discountern finden geradezu reißenden Absatz. Aber auch davon ließ ich mich noch nicht entmutigen.

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Der Discounter PLUS hat sich etwas Schönes einfallen lassen, um seinem Kunden und dessen besonderen Bedürfnissen weiter entgegen zu kommen: Neben den kleinen Preisen, die in jeder Filiale durch die Regale purzeln, gibt es jetzt auch die kleinen Portiönchen. Den ganzen Artikel lesen »

Erst kürzlich hat die Bahn einen Dauer-Billigtarif eingeführt. Was man wieder mal vermuten konnte, ist nun prompt auch eingetreten, wie die Frankfurter Rundschau (FR) berichtet: An die begehrten 29 Euro-Tickets kommen Bahnfahrer bis Ende August kaum noch ran. Obwohl das Unternehmen halb Deutschland mit Werbeplakaten zugepflastert hatte, war man völlig überrascht von der großen Nachfrage und konnte diese mit ganzen 10.000 Billigtickets natürlich nicht befriedigen. Daraufhin wurde das Kontigent laut FR um unglaubliche 7.000 erhöht. Somit muss der nächste Paris-Tripp zum Normalpreis (z.B. 95 Euro ab Frankfurt/Main) gebucht werden. Wie will die Bahn so der Billigflieger-Konkurrenz Druck machen? Die hat für August sicher noch den einen oder anderen Schnäppchen-Flug im Angebot.

Nach dem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs vom 13. Juni 2007 rät die Verbraucherzentrale NRW allen Gas- und Stromkunden bei Preiserhöhungen zum offensiven Widerspruch . Denn die Richter lassen eine gerichtliche Preisüberprüfung nur dann zu, wenn man die Erhöhung nicht einfach hingenommen hat. Die Verbraucherschützer raten außerdem, die Erhöhung entweder nur unter Vorbehalt zu zahlen oder die Jahresrechnung entsprechend zu kürzen. Den ganzen Artikel lesen »

Neues vom Kaffeeröster: Ab dem 15.06.07 bieten die Hamburger in Zusammenarbeit mit der HypoVereinsbank ein kostenloses Girokonto inkl. Sparplan an. Vorausgesetzt werden monatliche Eingänge. EC- und Kreditkarte sind kostenlos und als Bonus gibt’s noch 50 Euro Begrüßungsgeld. Den ganzen Artikel lesen »

Nun steht das Urteil (Az.VIII ZR 36/06) des Bundesgerichtshofs zu den Gaspreisen also fest: Verbraucher können Erhöhungen vor Gericht anfechten. Die Erhöhung gilt allerdings als angemessen, wenn das Unternehmen nur höhere Betriebskosten weitergibt. Eine Überprüfung ist sehr schwierig, da nur die Erhöhung selbst beanstandet werden kann. Der große Rest des Tarifes bleibt im Dunkeln. Sehr unbefriedigend, zumal auch Erhöhungen bei den Lieferanten der Gasversorger nicht beanstandet werden können. So findet der Gasanbieter dann auch leicht ein Argument, um eine Preissteigerung zu rechtfertigen.

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Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? Etliche Banken locken derzeit Neukunden mit attraktiven Fest- und Tagesgeldkonten. Das frische Kapital wird großzügig verzinst, teilweise mit über vier Prozent. Altkunden gucken dagegen in die Röhre und kommen nicht in den Genuss der Angebote. Nach diesem Prinzip arbeiten z.B. 1822direkt, Deutsche Bank, Dresdner Bank oder Volkswagen Bank. Pech für die Bestandskunden, denn ein Wechsel bringt nur kurzfristig einen Zinssegen. Denn der wird häufig nur für sechs Monate garantiert, wie bei Cortal Consors oder Postbank. Auch hier zahlt sich Treue nicht unbedingt aus. So kann man sich also in eine Dauer-Wechsel-Spirale begeben oder darauf warten, mit welchem Folgeangebot in einer anderen Anlageform die Bank einen an sich binden möchte. Genau darum scheint es bei vielen verlockenden Angeboten im Bereich der Fest- und Tagesgeldkonten auch zu gehen.

Die Woche des Schuldners gibt es auch deshalb, weil viele überschuldete Menschen in die Fänge windiger Berater geraten, wenn sie bei seriösen Organisationen zu lange auf einen Termin warten müssen. Diese gewerblichen „Helfer“ nuzen schamlos die Situation der Betroffenen aus und verschlimmern sie im schlechtesten Fall noch. „Statt dauerhafter Entschuldung sind häufig nur horrende Gebühren für überflüssige Leistungen garantiert“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Sie hat deshalb einige Leitsätze herausgegeben, um seriöse Angebote in der Verbraucherinsolvenz- und Schuldnerberatung zu erkennen: Den ganzen Artikel lesen »

Willkommen in der Woches des Schuldners: Rund drei Millionen deutsche Haushalte sollen überschuldet sein. Ringen sich die Betroffenen durch, sich Hilfe zu suchen, müssen sie oft sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Denn die Zahl der seriösen Schuldnerberater ist gering. Ein wenig Abhilfe soll die Aktionswoche bringen. Besonders den kommenden Donnerstag (14. Juni) können überschuldete Menschen nutzen, um sich unangemeldet und kostenfrei bei den gemeinnützigen Schuldnerberatungsstellen beraten zu lassen, in einigen Städten sogar bis tief in die Nacht. Daneben werden häufig Vorträge und Diskussionsmöglichkeiten angeboten. Neben anderen beteiligen sich Organisationen wie die Arbeiterwohlfahrt, Diakonie, Rotes Kreuz und viele Verbraucherzentralen an der Aktion.

Diese Woche hat die Europäische Union das Defizitverfahren gegen Deutschland eingestellt. Das ist erstmal eine erfreuliche Nachricht. Gestützt durch die eine oder andere Reform hat die gute Konjuntur das aktuelle Haushaltsdefizit erstmals seit 2001 wieder unter drei Prozent des Bruttoinlandprodukts gedrückt. Doch bei aller Freude sollte man nicht vergessen, dass damit nur ein Teil des Stabilitäts- und Wachstumspaktes eingehalten wird. Die Gesamtstaatsverschuldung von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen liegt trotz der momentanen Phase der Hochkonjunktur bei 67 Prozent des BIP. Der Stabilitätspakt sieht 60 Prozent vor. Ein ausgeglichener Haushalt, der eigentlich der Normalfall sein sollte, ist ebenfalls erst mittelfristig in Sicht – und bis dahin kann noch viel passieren. Ausruhen darf sich die Bundesrepublik auf den aktuellen Zahlen jedenfalls nicht.

Man kann nur noch den Kopf darüber schütteln, wie sich die Politik von der Energiewirtschaft an der Nase herumführen lässt. Wie wir alle wissen, funktioniert der freie Wettbewerb auf dem Stommarkt (noch) nicht. Bisher waren Preiserhöhungen wenigstens noch genehmigungspflichtig und die Bundeländer machten sich gelegentlich auch daran, geplante Erhöhungen etwas zu stutzen. Doch zum 1. Juli fällt auch dieses Regulativ weg – und zwar ersatzlos. Die Preissteigerungen sind schon angekündigt. Wie blauäugig war es, bei der Verabschiedung des Energiewirtschaftsgesetzes (Stichwort: Bundesnetzagentur) zu glauben, der Wettbewerb werde sich schon innerhalb kürzester Zeit einstellen und eine staatliche Regulierung überflüssig machen?

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Bei Reisekrankenversicherungen kann man eigentlich nicht allzu viel falsch machen, außer man wird auf einer Auslandsreise krank und hat keine. Trotzdem gibt es kleine Unterschiede. Die Stiftung Warentest hat aktuell 73 Tarife für Auslandsreise-Krankenversicherungen verglichen und legte dabei besonderen Wert darauf, dass der Anbieter den Schutz nur dann verweigert, wenn eine Behandlung vor Reiseantritt ausdrücklich geplant oder aufgrund einer Diagnose absehbar war. Ein „sehr gut“ erhielten Tarife der Barmenia, der HUK-Coburg und ihres Ablegers HUK24, sowie der LVM und der Düsseldorfer.

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Die Zeitschrift FINANZtest der Stiftung Warentest hat in Ausgabe 6/2007 140 Kontomodelle von 64 Banken und Sparkassen verglichen und dabei festgestellt, dass inzwischen zwei Drittel der Banken ein kostenloses Konto anbieten.

Zu empfehlen sind laut FINANZtest einige regionale Filialkonten (PSD- und Sparda-Banken) und auch eine Reihe von Onlinekonten. Die Bestnote im Bereich Bargeldbezug gab es in dem Test für das Girokonto der Deutschen Kreditbank.

Das kostenlose Girokonto DKB-Cash gibt es nur noch kurze Zeit mit einem 20 Euro Ikea-Gutschein von forium.de. Einfach über die Seite http://www.forium.de/20-Euro-Bonus.htm informieren und bis zum  30. Juni 2007  eröffnen

Kein anderer Werbeslogan traf nach der Jahrtausendwende so den Nerv der Bürger wie „Geiz ist geil“ der Elektrokette Saturn. Er war ein Spiegel des Zeitgeistes; typisch deutsche Produkteigenschaften wie Qualität und Langlebigkeit zählten wenig, allein der (niedrige) Preis führte zur Kaufentscheidung. Manche machten die Geiz-ist-geil-Mentalität sogar mit für die trudelnde Binnenkonjunktur verantwortlich. Nun ließ der Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding in der Fachzeitschrift Werben & Verkaufen durchblicken, dass die Kampagne im Herbst beendet wird. Damit ist möglicherweise der Endpunkt der deutschen Depression gesetzt. Jetzt bin ich richtig gespannt auf den neuen Slogan. Vielleicht wird er uns mehr über die Lage der Nation verraten, als so manche Politikerrede.

Für viele Verbraucher sind Warentests eine willkommene Entscheidungshilfe beim Einkauf. Das Problem: Wer sich etwa ein Fahrrad zulegen möchte muss oft feststellen, dass der letzte Fahrradtest Monate oder gar Jahre zurückliegt und damit wenig brauchbar ist. Das möchte die Stiftung nun ändern. Ab Juli sollen Testergebnisse laufend aktualisiert im Internet abrufbar sein.

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