Die Erkenntnis, dass Web 2.0-Anwendungen bei Beratung und persönlicher Ansprache der Kundschaft und möglicherweise gar zur Neukundenaquise hilfreich sein könnten, scheint bei der Mehrzahl der Banken noch nicht gereift zu sein. Das ergab jetzt eine Studie zweier Professoren der Fachhochschule Nürnberg zum Vertriebskanal Internet. Chats, Foren, Blogs und Co. würden „derzeit absolut vernachlässigt“. Dabei sehen die Wissenschaftler gerade dort Potential.

Lediglich eine Direktbank und eine Direktversicherung nutzen zumindest in Ansätzen Chats und Foren. Ansonsten sieht es – besonders bei Filialbanken – ganz dürster aus.

Die Studie nimmt den Verkauf von Finanzprodukten im Internet insgesamt unter die Lupe. Relativ unausgereift seien vor allem die Angebote in den Bereichen Altersvorsorge und Vermögensbildung. Insbesondere die Produktbeschreibungen werden in der Regel als ungenügend eingestuft.
Konsumentenkredite lassen sich zwar meist problemlos online abschließen, die Produktbeschreibungen lassen aber auch hier durchweg zu wünschen übrig. Bei Immobilienfinanzierungen sind die Filialbanken nicht auf Online-Kunden eingestellt. Beim Online-Brokerage bemängeln die Professoren, dass die meisten Anbieter direkte Preisvergleiche mit der Konkurrenz scheuen. Online-Angebote zu Sachversicherungen wurden dagegen weitgehend positiv beurteilt.

Hier geht’s zum öffentlich zugänglichen Teil der Studie.

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