Wer schon immer einmal wissen wollte, was die SCHUFA speichert, welche Daten sie weitergibt und vor allem an wen, dem kann geholfen werden. Denn die SCHUFA hat jetzt einen neuen Service ins Netz gestellt.

In zwei Animationsfilmen erklärt die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA) am Leben eines ganz normalen Menschen, was sie macht, und wann sie Daten erhält bzw. weitergibt.

Der Hauptdarsteller der Animation „Die SCHUFA und Ich“ heißt Thomas. Wer sich interessiert, kann ihn von seiner Geburt bis ins Rentenalter begleiten über Stationen wie erstes Girokonto, Handyvertrag, Autofinanzierung, Ausbildung, Hochzeit, Reisen und so weiter und so fort.

So erfährt man, dass sich die SCHUFA gar nicht für das Sparbuch interessiert, das die Oma für Klein-Tommi einrichtet, auch Hochzeit und Job sind der Schutzgemeinschaft schnuppe. Ernst wird es jedoch, wenn der Halbwüchsige Thomas ein Girokonto eröffnet und dazu die SCHUFA-Klausel unterschreibt. Jetzt ist er dabei. Immer mehr Daten wandern mit der Zeit zwischen der SCHUFA und verschiedenen Institutionen hin und her.

Mit den Jahren wird Thomas immer feister und grauer.  So wie im echten Leben. Das von Thomas ist  ein bisschen anstrengend, jedenfalls für den Betrachter. So erfordert das Durchklicken der 20 Lebenssituationen schon ein wenig Muße und Ehrgeiz.

Die zweite Animation „Scoring im Alltag“ beschreibt die Rolle des Scores beim Kredit – am Beispiel einer Autofinanzierung. Der Protagonist heißt ebenfalls Thomas, sieht dem aus dem ersten Beispiel aber nicht sonderlich ähnlich, dieser ist kleiner und schmächtiger.  Auch den zweiten Thomas kann man begleiten und sich mit ihm freuen, dass alles so reibungslos klappt mit dem Kredit und mit dem schicken neuen Auto. Weil er einen so guten Score hat!

Schön ist es ja, dass die SCHUFA  an ihrer Entmystifizierung arbeitet. Den Leuten die Hintergründe zu erklären, trägt sicher dazu bei, auch über Kredite und Schuldenmachen nachzudenken. Begleitendes Hintergrundmaterial unterstützt die Information. Vielleicht lässt sich so die eine oder andere Schulden-Krise vermeiden.

Die Informationen sind sehr ausführlich aufbereitet, das ist im Prinzip sehr löblich. Aber die hölzerne Umsetzung wirkt vielleicht nicht auf Jeden so anziehend, ihr seine Aufmerksamkeit für längere Zeit zu widmen. Doch für den, ders wirklich wissen will, wird es in Ordnung sein.