Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen deutlich zurückgeht, sind immer mehr Privatleute pleite. Jobverlust, Krankheit oder Scheidung führen von einer verkraftbaren Verschuldung häufig in die Schuldenfalle. Zwar gibt es (nach einiger Wartezeit) Hilfs- und Beratungsangebote bei verschiedenen Schuldnerberatungsstellen, doch schrecken viele etwa aus Scham davor zurück, sich Beratung zu suchen. Doch auch im Internet finden sich seriöse Angebote, die überschuldeten Menschen weiterhelfen.

Eine zentrale Anlaufstelle ist die Seite www.meine-schulden.de. Sie wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung und dem Bundesfamilienministerium betrieben. Dort findet man allgemeine Informationen zum Thema Überschuldung und wie man diese vermeiden kann. Dazu einen nützlichen Ratgeber mit konkreten Tipps, um Situationen zu meistern, die bei hohen Schulden auf einen zukommen können (etwa Mahnungen, Gerichtsvollzieher, Girokonto gekündigt, Schufa-Eintrag, etc.). Außerdem Musterbriefe und einen Filialfinder der Schuldnerberatungsstellen.

Beim Forum Schuldnerberatung gibt es Diskussionsforen, einen Expertenchat sowie nützliche Tools und Infos (z.B. Pfändungsrechner, Schuldenlexikon).

Interessante Erstinformationen für Schuldner und neue Gerichtsurteile zum Thema bietet das Sozialnetz Hessen. Eine (allerdings kostenpflichtige) Telefonberatung bietet die Schuldenhelpline der Schuldnerhilfe Köln.

Letzten Endes werden solche Angebote die gemeinsame Arbeit mit einem Experten einer Schuldnerberatungsstelle vor Ort nicht ersetzen können. Um sich einen Überblick zu verschaffen und evtl. erste Maßnahmen einzuleiten, sind sie aber auf jeden Fall zu gebrauchen.