Raus aus der Schuldenfalle

Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen deutlich zurückgeht, sind immer mehr Privatleute pleite. Jobverlust, Krankheit oder Scheidung führen von einer verkraftbaren Verschuldung häufig in die Schuldenfalle. Zwar gibt es (nach einiger Wartezeit) Hilfs- und Beratungsangebote bei verschiedenen Schuldnerberatungsstellen, doch schrecken viele etwa aus Scham davor zurück, sich Beratung zu suchen. Doch auch im Internet finden sich seriöse Angebote, die überschuldeten Menschen weiterhelfen.

Eine zentrale Anlaufstelle ist die Seite www.meine-schulden.de. Sie wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung und dem Bundesfamilienministerium betrieben. Dort findet man allgemeine Informationen zum Thema Überschuldung und wie man diese vermeiden kann. Dazu einen nützlichen Ratgeber mit konkreten Tipps, um Situationen zu meistern, die bei hohen Schulden auf einen zukommen können (etwa Mahnungen, Gerichtsvollzieher, Girokonto gekündigt, Schufa-Eintrag, etc.). Außerdem Musterbriefe und einen Filialfinder der Schuldnerberatungsstellen.

Beim Forum Schuldnerberatung gibt es Diskussionsforen, einen Expertenchat sowie nützliche Tools und Infos (z.B. Pfändungsrechner, Schuldenlexikon).

Interessante Erstinformationen für Schuldner und neue Gerichtsurteile zum Thema bietet das Sozialnetz Hessen. Eine (allerdings kostenpflichtige) Telefonberatung bietet die Schuldenhelpline der Schuldnerhilfe Köln.

Letzten Endes werden solche Angebote die gemeinsame Arbeit mit einem Experten einer Schuldnerberatungsstelle vor Ort nicht ersetzen können. Um sich einen Überblick zu verschaffen und evtl. erste Maßnahmen einzuleiten, sind sie aber auf jeden Fall zu gebrauchen.

10 Gedanken zu “Raus aus der Schuldenfalle

  1. Kommentar zu Artikel „Raus aus der Schuldenfalle“ vom 20. April 2007:

    Die Schuldenhelpline, ein Projekt der Schuldnerhilfe Köln e.V., leistet bundesweit Schuldnerberatung per Telefon und Internet. Ein Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 24 Cent, unabhängig von der Dauer des Gesprächs. Die Beratung ist für den Kunden kostenfrei!

    H. Darimont
    Schuldenhelpline

  2. Herr Darimont hat recht. Für einen Anruf werden lediglich 24 Cent Gebühr erhoben – und die sind für Hilfesuchende gut angelegt.

  3. Sicher gibt es im Internet viele gute und seriöse Seiten zum Thema „Schulden“. Doch alleine das Lesen der Informationen bringt nicht den gewünschten Erfolg. Es gehört auch das TUN dazu! Ist man erst mal total überschuldet, muß man seine Gewohnheiten radikal ändern und auf vieles verzichten. Hieran scheitert es bei den Meisten.
    Daran verzweifeln oftmals auch die Schuldnerberater. In den meisten Fällen wollen sich Schuldner nicht von ihren großen und teuren Autos trennen, obwohl dies einer der größten Kostenfaktoren ist. Auch eine billigere Wohnung kommt selten in Frage! Hier sollte der Hebel zuerst angestzt werden.

  4. Wenn es einmal soweit ist, daß man in die Schulden falle tappt, sollte man sehr frühzeitig das Gespräch mit den Gläubigern suchen. Die sind zu Beginn in der Regel deutlich entgegenkommender als nach der x-ten Mahnung, wenn sich deutliche Verärgerung breit macht.

  5. Eine kostenlose Schulnerberatung ist zunächst für die Allgemeinheit der wichtigste und erste Schritt. Wer im Netz nach einer Lösung sucht wird überhäuft mit Angeboten welche in der Regel nur auf das schnelle Geld aus ist. Selbst Rechtsanwälte wirken mitunter an dubiosen kostenpflichtigen Erstberatungen am Telefon mit. Wer wirklich hilfe sucht findet diese in der Regel, nicht im Netz sondern meist bei sich vor der Haustür.

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  7. Ich finde es gut, dass es Methoden gibt, dass es hilft Unternehmen aus Schulden heraus hilft. Dann haben die Unternehmen wenigsten noch eine Chance auf einen Erfolg.

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