Zurück in die Krankenversicherung

Mehr Menschen in Deutschland leben ohne Krankenversicherung, als man gemeinhin denkt. Für sie war der Montag ein guter Tag. Denn wer bislang unversichert war und keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall hat, erhält seit dem 1. April wieder Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung. Damit wird endlich niemand mehr im Kranheitsfall ohne Schutz dastehen.

Um aufgenommen zu werden, müssen sich bislang Unversicherte nun an die Kasse wenden, bei der zuletzt ein Versicherungsverhältnis bestand, egal wie lange dies her ist. Gibt es die Krankenkasse nicht mehr, dann ist ihre Rechtsnachfolgerin zuständig. Wer noch nie gesetzlich oder privat versichert war, hat dagegen die freie Auswahl. Für diejenigen, die vor dem 1. April privat versichert waren, kommt dagegen auch weiterhin nur eine private Kasse in Frage. Übrigens: Wer sich erst jetzt oder später meldet, wird trotzdem rückwirkend zum Stichtag versicherungspflichtig.

Ohne Versicherung sind häufig Selbständige, denn wenn sie nur ein bis zwei Monate ihre Beiträge schuldig bleiben, werden sie häufig gekündigt. Genau wie für Beamte und bislang privat Versicherte bleibt ihnen der Zugang zu einer gesetzlichen Kasse verwehrt. Für sie steht dann ab dem 1. Juli bei Privatkassen der so genannte Standardtarif zur Verfügung.

Nicht zu melden brauchen sich diejenigen, die bereits anderweitig abgesichert sind. Das trifft vor allem auf Bezieher von Sozialhilfe, Grundsicherung und Eingliederungshilfe, sowie auf Soldaten, Polizisten, Feuerwehrleute und Asylbewerber zu.

2 Gedanken zu “Zurück in die Krankenversicherung

  1. Ich denke eine private Krankenkasse (Link gelöscht, Werbung, Admin) tut gut daran, wenn Sie die angesprochenen Standard-Tarife anbietet – Gesundheitscheck, Beitrittsbedingungen etc. können ja dennoch durchgeführt werden. Gesundheitsversorgung sollte in Deutschland für jedermann leicht zugänglich sein.

Schreibe einen Kommentar