Der Bankkunde ist wieder wer

Die Commerzbank zeigt sich über den Testlauf zur Öffnung ihrer Filialen an Samstagen höchst zufrieden. 150.000 Besucher, 9.000 Beratungsgespräche, 4.000 neue Konten – mehr, als an einem normalen Werktag. Das zeigt, dass wir Verbraucher uns freuen, wenn wir von unseren Geldhäusern beachtet werden. Dass das Gegenteil der Kalte-Schulter-Strategie gegenüber Otto-Normalverbraucher aufgeht, zeigen die jüngsten Bankbilanzen.

So hat die Postbank gerade ein Traumjahr hingelegt und kräftig verdient – und zwar vor allem am Privatkunden. [Ihre Filialen sind samstags immer geöffnet; die Kundschaft zeigt sich in der langen Schlange zwischen Postkunden geduldsam bis genervt. Wir sind genügsam].
Ein anderes Beispiel ist die Übernahme der Berliner Bank durch den Branchenprimus Deutsche Bank. Dabei hatte gerade der blaue Riese für das Peanut-Geschäft mit den Kleinsparern lange wenig übrig. Die Gesamtentwicklung zeigt: Wir zählen wieder etwas in den Vorstandsetagen. Doch neben etwas Beachtung wünschen wir uns noch etwas anderes: mehr attraktive Angebote, die uns dann auch tatsächlich angeboten werden [nicht wie bei der DWS Toprente].

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