Internet-Abzocke mit versteckten Kosten

Bei der Verbraucherzentrale NRW häufen sich in letzter Zeit die Anfragen und Beschwerden zu dubiosen Internet-Angeboten – ca. 5500 in vier Wochen. Vor allem Jugendliche fallen offenbar häufig auf vermeintlich kostenlose Leistungen herein. Sie werden mit Model-Castings, Drogen-Infos, Hausaufgabeninfos oder Intelligenztests gelockt, die auf den ersten Blick nach Nulltarif aussehen.

Dass solche Dienste dennoch kostenpflichtig seien, sehe man häufig erst im Kleingedruckten, das sich z.B. in „Teinahmebedingungen“ verstecke. Wer gar in eine Abo-Fallen tappe, müsse mit langen Bindungen und drastisch verfassten Zahlungsaufforderungen rechnen – davon erfahre man allerdings erst Tage oder Wochen nach dem Besuch der Website.

Wer auf unseriöse Internetangebote hereingefallen sei, könne in vielen Fällen von seinem zweiwöchigen Widerrufsrecht Gebrauch machen und schriftlich vom Vertrag zurücktreten. Bei Minderjährigen sei ein abgeschlossener Vertrag ohne Einverständnis der Erziehungsberechtigten ohnehin unwirksam, so die Verbraucherschützer.

Gemeinsam mit der EU-Initiative „klicksafe“ hat die VZ NRW ein Infoblatt herausgegeben, das über Abzockmethoden aufklärt und Tipps für Verbraucher gibt, die in die Falle getappt sind. Die VZ Bayern hält außerdem drei Musterbriefe bereit, mit denen man sich gegen Rechnungen und Mahnungen wehren kann.

6 Gedanken zu “Internet-Abzocke mit versteckten Kosten

  1. bei der seite sex-ist-geil.at wird mit einem 3 Cent/Minute gelockt, von einer Pauschale von vierundfünfzig euro (auch so ausgeschrieben, um unauffällig zu bleiben) erfährt man ganz unten auf der 2. Seite ganz unten. Ist so etwas zulässig? Muss so etwas nicht klar ersichtlich sein?

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