Telefon: Ärger mit Preselection-Veträgen

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor unerbetenen Anrufen mit ärgerlichen Folgen: Am Telefon locken Werber von Telekommunikationsgesellschaften mit günstigen Gesprächstarifen und drehen den Kunden (wider Willen) so gennante „Preselection-Verträge“ an.

Wer nicht gleich auf die vermeintlichen Schnäppchen anspringe, dem werde die Zusendung von Informationen angeboten, um die Offerte in aller Ruhe zu prüfen. Doch statt ausführlicher Unterlagen flattere den belästigten Verbrauchern zunächst oftmals eine Auftragsbestätigung der Deutschen Telekom ins Haus – und später eine Rechnung von der Firma des Anrufers. Die beziehe sich auf einen Preselection-Vertrag, der die dreiste Gesellschaft berechtige, künftig alle Gespräche über sie laufen und abrechnen zu lassen.

Bei einem Preselection-Vertrag behalte ein Kunde zwar weiterhin seinen Grundvertrag und Anschluss bei der Deutschen Telekom. Der rosa Riese werde jedoch beauftragt, alle Gespräche künftig auf den neuen Gesprächsanbieter umzuleiten, so die Verbraucherzentrale. Dieser stelle von nun an auch die Rechnung über die Telefonate aus. Die Crux bei der Vertragsanbahnung für Preselection: Gibt ein Telekommunikationsunternehmen bei der Deutschen Telekom an, dass ein Vertrag zustande gekommen ist, schickt die Telekom eine Auftgragsbestätigung und stellt die Gespräche auf den anderen Anbieter um.

Die Verbraucherschützer raten Kunden, die dem geschickten Täuschungsmanöver aufgesessen sind, folgendermaßen vorzugehen: Sie sollten sich darauf zu berufen, dass kein Vertrag mit ihrem Einverständnis zustande gekommen ist. Das sollte der neuen Telekommunikationsfirma sowie der Telekom – am besten per Einschreiben mit Rückschein – umgehend mitgeteilt werden. Wer auf die Zurückerstattung bereits gezahlter Beträge pocht, sollte sich rechtliche beraten lassen.

Ein Musterschreiben, um die Umstellung auf Preselection zu stoppen, gibt’s hier.

6 Gedanken zu “Telefon: Ärger mit Preselection-Veträgen

  1. Da ich gerne in Ruhe selbst überlege, ob und wann ich was bei meinen Tarifen ändern will, kommen die Anrufen meistens nicht über die Nennung Ihrer Firma hinaus und dann ist Schluss.

  2. „Überredet“ werden eben diejenigen, die sich mit der Materie und Worthülsen wie Preselection nicht so gut auskennen.

  3. Die Masche funktioniert auch anders. Freenet etwa bot mir in einem Tengelmann in Frankfurt „15 Freiminuten pro Monat“ an. Man benötige nur einen Anschluß bei der Telekom.

    Für mich hörte sich das so an, daß das ein Werbegeschenk sei und man irgendwann auf Freenet wechseln könne, wenn einem der Service gefalle. Welch einfalt von mir.

    Der Haken: Freenet wickelt nur die Dienste über die Telekom ab, man selbst wandert ohne Aufklärung zu einem 2jährigen Preselection-Vertrag zu Freenet, so man denn die 15 Freiminuten wolle.

    Der Vorgang wird einem erst nach Durchsicht der AGB klar. Die Werber erzählen davon gar nichts, sondern preisen nur die Vorstellung, 15 Minuten geschenkt zu bekommen.

    Grüße,

    René

  4. Auch ich habe von freenet phone meinen Telefonanschluss geändert bekommen.Habe deshalb bei der Telekom Beschwerde eingereicht .und verlange in Zukunft bei solchen Aktionen die schriftliche Erlaubnis direkt von mir.Warum tut der deutsche Rechtsstaat nichts gegen solche unseriösen Machenschaften solcher Unternehmen?Diese arbeiten mit gefälschten Unterschriften und mit Daten die sie sich irgendwo kaufen.
    Grüße
    Oskar

  5. Habe aus unwissen einen Preselection Vertrag in Verbindung mit Freenet
    Phone 15 geschlossen. Den Spitzbuben (übertrieben freundlich formuliert)
    habe ich den Telephonvertrag gekündigt. Die Preselection blieb davon offen-
    sichtlich unberührt. Die Spitzbuben kassierten weiter ab. Ich dachte naiv
    genug gekündigt ist gekündigt.
    Dank den sogenannten „Volksvertretern“, solche Machenschaften per
    Gesetz zu sanktionieren. Oder liege Ich daneben?

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