Schuldenuhr tickt langsamer

1.488.965.200.000 Euro – oder in Worten: Eine Billion, vierhundertachtundachtzig Milliarden, neunhunderfünfundsechzig Millionen und zweihunderttausend Euro beträgt die aktuelle Staatsverschuldung in der Bundesrepublik Deutschland. Das sind 18.062 Euro für jeden Einzelnen von uns. So der aktuelle Stand der Schuldenuhr vom Bund der Steuerzahler. Grauenvoll – doch wenigstens tickt sie seit kurzem ein wenig langsamer.

Ausgehend von der geplanten Neuverschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden für 2007 werden „nur“ noch 1.056 Euro pro Sekunde zu den knapp eineinhalb Billionen (ungefähr der Gegenwert von fast 100 Millionen VW Golfs) dazugezählt. Im vergangenen Jahr ratterte die Uhr noch jede Sekunde um 2.113 Euro nach oben. Der Steuerzahlerbund bewertet die Halbierung des Schuldenzuwachses zwar als positives Zeichen, möchte aber keine Entwarnung geben. Die öffentlichen Zinslasten seien mit rund 66 Milliarden Euro jährlich genauso hoch wie die Ausgaben für Schulen und Universitäten.

Lobende Worte findet der Bund der Steuerzahler für die Bundesländer Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, die 2007 gänzlich ohne neue Schulden auskommen möchten.

4 Gedanken zu “Schuldenuhr tickt langsamer

  1. Ganz im Gegensatz zu Bundesländern, die ihre Schulden den anderen aufbürden möchten. Da kann man nur sagen: Gut, dass das Verfassungsgericht dem einen Riegel vorgeschoben hat!

  2. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Uhr erstmals langsamer tickt und jetzt unser Herr Wirtschaftsminister sofort überlegt, was man mit soviel Reichtum machen kann. Wenn nicht in der derzeitigen Situation aus guter Konjunktur und niedrigen Zinsen die Schuldenuhr aufgehalten wird, wann dann? Zumal wir lediglich eine sinkende Neuverschuldung haben und wir auf einen ausgeglichenen Staatshaushalt noch immer warten müssen.

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