Klimafreundlich investieren

Letzte Woche hat mich der Sturm in Atem gehalten, heute schneit es. Nächste Woche wird es vielleicht Frühling, aber man weiß es nicht genau. Neuerdings droht mir der Wetterbericht nach den Tagesthemen tatsächlich mit einer Temperaturprognose, die sich aber nach fünf relativ sicheren Tagen in wilden Spekulationen verliert. Verwirtt harre ich der Dinge, die da kommen werden – nach dem die Klimakatastrophe jetzt Klimawandel heißt und die ökonomischen Folgen bereits quantifiziert sind. Was mich aber auch nicht wirklich beruhigt. Dann entdecke ich auf Spiegel-Online heute den Hinweis „Mit einem sofortigen umfassenden Umbau der weltweiten Energieversorgung kann der drohende Klimakollaps verhindert werden.“

Das Online-Portal gibt aber sogleich zu bedenken, dass die Studie von Greenpeace und dem Dachverband der europäischen erneuerbare Energien Industrie (EREC) in Auftrag gegeben wurde. Die im Artikel beschworenen sinkenden Investitionskosten bei regenerativen Energien von 30 bis 60 Prozent bis 2020 würden wohl auch an der politischen Realität scheitern.

Trotzdem glaube ich, dass sich das Nachdenken über zukünftige Entwicklungen und die Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen lohnt. Kreditinstitute wie beispielsweise die Ethikbank oder die Umweltbank streuen ihr Portfeuille in nachhaltig wirtschaftende Unternehmungen. Somit ist bereits mit kleinen Anlagebeträgen die Möglichkeit gegeben, soziale und ökologische Projekte zu unterstützen. Das tolle daran ist: Man muss gar nicht viel dafür tun. Die Abwicklung der Formalitäten kann online erledigt werden, die Transaktionskosten sind niedrig. Und ich kann mir beim Kontenabschluss gleich die nächste Spiegel-Reportage zur drohenden Klimakatastrophe anschauen. Oder beim nächsten Tornado dem fliegenden Garagentor meines Nachbarn nachwinken.

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