Haushaltsnahe Dienstleistungen: Steuern zurück

Wer Dienst- und Handwerksleistungen für den Privathaushalt in Anspruch nimmt, kann damit künftig seine Steuerlast in größerem Umfang senken. Was nun alles unter diese Katergorie fällt, hat das Bundesfinanzministerium im vergangenen November konkretisiert. Zeit zu schauen, für welche Arbeiten Steuer erstattet wird. Denn schließlich gelten die Regelungen auch für die Einkommensteuererklärung für das Steuerjahr 2006. 

Ein BMF-Schreiben benennt die förderfähigen Leistungen, die § 35a Einkommensteuergesetz (EStG)abdeckt:

Ein haushaltsnahes Beschäftigungsverhältnis muss einen engen Bezug zum Haushalt haben. Dazu gehören Tätigkeiten wie die Zubereitung von Mahlzeiten, die Reinigung der Wohnung, Umzugsdienstleistungen, die Gartenpflege, die Kinderbetreuung (mit Ausnahmen) und die Betreuung von kranken, alten oder pflegebedürftigen Personen. Nicht darunter fällt z.B. Sprachunterricht. Das Beschäftigungsverhältnis muss außerdem geringfügig im Sinne von § 8 SGB IV sein und der Steuerpflichtige am Haushaltsscheckverfahren teilnehmen. Mit einem nahen Angehörigen (sofern im eigenen Haushalt lebend) kann ein solches Beschäftigungsverhältnis nicht begründet werden.   

Auch viele Handwerksleistungen fallen unter den § 35a EStG. Unter anderem

  • Arbeiten an Innen- und Außenwänden, am Dach, an der Fassade, an Garagen
  • Reparatur oder Austausch von Fenstern und Türen
  • Streichen von Türen, Fenstern, Wandschränken und Heizkörpern
  • Reparatur oder Austausch von Teppichböden oder anderen Bodenbelägen
  • Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen und anderen Installationen
  • Modernisierung oder Austausch der Einbauküche
  • Modernisierung des Badezimmers
  • Reparatur und Wartung von Haushaltsgegenständen (z.B. Waschmaschine, Herd, Fernseher, PC)
  • Maßnahmen der Gartengestaltung
  • Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück
  • Hausanschlüsse (z.B. Stromkabel)
  • Kontrollaufwendungen (z.B. Gebühr für Schornsteinfeger)

Alle diese Tätigkeiten werden aber nicht im Zusammenhang mit einer Neubaumaßnahme begünstigt. Das beauftragte Unternehmen kann auch Kleinunternehmer sein und muss nicht in die Handwerksrolle eingetragen sein.

Selbstredend muss der Steuerpflichtige in allen Fällen Arbeit- oder Auftraggeber gewesen sein und sämtliche Beträge durch Rechnungen und Zahlungsbelege nachweisen können.

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