Kein Schnee – kein Skiurlaub – wer zahlt?

Die Welt ist unzuverlässig. Nicht mal mehr das Wetter richtet sich nach dem Kalender. Jetzt sollte eigentlich tiefster Winter herrschen mit ordentlichen Minusgraden und dazu schöner weißer Schnee, aber Pustekuchen. Ein Blick aus dem Fenster raubt jede Illusion. Und von wegen Pusten: Stürme sind angesagt, als kämen sie aus einer anderen Jahreszeit.

Wer da mal weg will, muss schon richtig weit fliegen, damit es besser wird. Auch einen Skiurlaub in unseren Breiten kann man sich momentan verkneifen. Auf den Pisten liegt es derzeit nur locker verteilt, das weiße Pulver. Da will so mancher Skihase am liebsten einen Rückzieher machen. Aber wenn seit Monaten fest gebucht ist? Kann man zurücktreten? Zahlt der Veranstalter oder vielleicht die Reiserücktrittskostenversicherung? Hier herrscht bei vielen nicht nur Schnee- sondern auch Ratlosigkeit.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat es mal klargestellt, auch wenn es auf den Fall ankommt: In der Regel gäbe es keinen Rechtsanspruch auf kostenlosen Rücktritt von der Buchung. Das Wetter gehöre zu den allgemeinen Lebensrisiken, lautet die Begründung. So sei ein Rücktritt vor dem Antritt der Reise nur mit Stornierungskosten möglich. Und die seien bei Schneemangel oder schlechtem Wetter auch nicht von einer Reiserücktrittskostenversicherung gedeckt.

Anders sei es aber, wenn der Veranstalter in seinem Prospekt ein „absolut schneesicheres Skigebiet garantiert“ hat. Wird der Schnee als wesentliche Eigenschaft der Reise zugesichert und ist er dann zum gebuchten Termin nicht da (der Schnee), dann könne der Skiurlauber den Reisepreis mindern.

Aber welcher Reiseveranstalter verspricht schon die absolute Schneesicherheit? Nach diesem Winter garantiert keiner mehr.

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