Gute Nachrichten für Schuldner: Seit dem 1. Januar hat die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA) ihre Speicherfristen geändert. Bei ausstehenden Forderungen von bis zu 1.000 Euro kann der Datenbestand jetzt schnell wieder gelöscht werden.

Und zwar dann, wenn die Forderung innerhalb eines Monats beglichen wird (sofern der Gläubiger das der SCHUFA auch umgehend meldet). Außerdem darf es sich bei der Forderung nicht um einen Vollstreckungsbescheid handeln. Bislang waren die Daten auch bei kleinen Beträgen nach erfolgter Zahlung noch drei Jahre in der Kreditbiographie des Schuldners notiert.

Von der Regelung sollen vor allem diejenigen Bürger profitieren, die ansonsten zuverlässig ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. SCHUFA-Chef Rainer Neumann rechnet mit rund 10.000 Fällen jährlich, bei denen Schuldner von der Regelung profitieren werden.

Insgesamt speichert die SCHUFA nach eigenen Angaben kreditrelevante Daten von 63 Millionen Menschen. Allerdings gebe es bei nur sieben Prozent davon Unregelmäßigkeiten. 93 Prozent der Daten seien ausschließlich positiv.