Krankenkassenbeiträge steigen

Zum Jahresbeginn zünden viele Krankenkassen ein wahres Beitragsfeuerwerk. Bei mehr als der Hälfte der 200 gesetzlichen Kassen steigt der Beitragssatz. Das berichtet STIFTUNG WARENTEST online. Auch die größten Krankenversicherer seien betroffen. Bei der Barmer steige der Beitragssatz, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen, von 13,8 auf 14,4 Prozent. Bei der DAK beträgt die Steigerung laut WARENTEST 0,7 Punkte (künftiger Satz: 14,5 Prozent). Richtig teuer seien die AOK Berlin und die AOK Saarland mit Spitzensätzen von 15,8 Prozent. Dagegen verlange die bundesweit zugängliche IKK direkt „nur“ 12 Prozent. Deshalb liefert die Stiftung gleich noch einen wertvollen Hinweis: Bei Beitragserhöhungen haben gesetzlich Krankenversicherte ein Sonderkündigungsrecht. Das eröffnet die Möglichkeit zum Wechsel zu einem günstigeren Anbieter.

3 Gedanken zu “Krankenkassenbeiträge steigen

  1. Das ist einer der Vorteile der gesetzlichen Kasse gegenüber der PKV. Dort ist die Mitgliedschaft nicht eine Entscheidung für das Leben, weil bei Beitragserhöhungen ohne Probleme gewechselt werden kann. Bei der PKV macht hier oft der Gesundheitszustand und die fehlende Mitnahmemöglichkeit der Altersrückstellung einen Strich durch die Rechnung. Ist schon paradox, dass in diesem Punkt ein staatliches und marodes System einem freien, privaten System überlegen ist.

  2. Ja, und machmal wird sogar klar, wem man das (in Teilen) zu verdanken hat: Die CDU hat in den aktuellen Verhandlungen der Gesundheitsreform durchgesetzt, dass man in der PKV die Altersrückstellungen nicht mitnehmen kann. 🙁

  3. Pingback: GELD kompakt · Beitragserhöhung? Kasse wechseln!

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