Sie befinden sich im Monatsarchiv für den Monat Dezember, 2006.

Büroekel Bernd Stromberg, Ressortleiter Schadensbearbeitung M-Z bei einer großen Assekuranz, hat seine ganz eigenen Ansichten zu vielen mehr oder weniger wichtigen Themen. Auch sein Standpunkt in Sachen Geld ist interessant (gefunden bei myVideo):

[myvideo 152430]

Viel Spaß und frohe Weihnachten!

Viele Leute holen sich einfach nicht, was ihnen zusteht. Schätzungsweise 200 Millionen Euro an staatlichen Riester-Zulagen könnten laut Verbraucherzentrale Ende des Jahres verfallen. Für gut jeden Dritten der rund 4,2 Millionen Riester-Verträge von 2004 fehlte Mitte dieses Monats noch der Antrag auf staatliche Zuschüsse, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband berichtete. 

Ist das wie bei der Sozialhilfe, dass viele Leute zu stolz sind, dem Staat auf der Tasche zu liegen? Nein, eine staatliche Förderung für die eigene Altersvorsorge kann man sich doch einfach nicht durch die Lappen gehen lassen. Schließlich ist doch auch der Staat dafür verantwortlich, dass die Renten immer kleiner werden. Vielleicht ist dieser Zustand aber auch der Vergesslichkeit der Sparer anzulasten. Wie gut in diesem Fall, dass es mittlerweile den Dauerzulagenantrag gibt. Ist der einmal ausgefüllt, kümmert sich der Anbieter des Riester-Vertrages jedes Jahr um die Zulagen. 

Wie dem auch sei: Ein paar Tage bleiben den säumigen Antragstellern ja noch. Und dies ist auch eine schöne und gewinnbringende Aufgabe für die Zeit „zwischen den Jahren“. Der Antrag für das Beitragsjahr 2004 muss spätestens bis zum 31. Dezember 2006 beim Anbieter des Riester-Produktes sein. Sonst geht der Anspruch auf den staatlichen Zuschuss für 2004 verloren. Das wäre die Grundzulage von 76 Euro plus 92 Euro für jedes Kind. Schönes Geld.

Also: Wer nach den Feiertagen schon unterwegs ist, um unliebsame Weihnachtsgeschenke umzutauschen, sollte schnell noch mal bei der Bank oder Versicherung vorbeischauen. Dann kann er auch mit ruhigem Gewissen Silvester feiern. Und theoretisch darf er dafür dann auch ein bisschen mehr Geld ausgeben…  

Da hat sich ein Kunde ja mal wirklich mit seinem Kreditinstitut – der DaimlerChysler Bank – angefreundet:

Bisher unübertroffene Dummheit von Bankmitarbeitern

Der Auto Club Europa (ACE) rät allen Kraftfahrern, rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest sowie vor dem Jahreswechsel noch einmal voll zu tanken. Denn „so preisgünstig wie Ende 2006 wird Benzin und Diesel wahrscheinlich nie mehr angeboten“, prognostiziert der Club. 

Seine Empfehlung begründet der ACE damit, dass während des Weihnachtsferienverkehrs die Kraftstoffpreise erfahrungsgemäß um bis zu 3 Cent pro Liter anziehen. Vom neuen Jahr an werden laut ACE Kraftstoffe unabhängig von der Entwicklung der Rohölpreise ohnehin noch einmal deutlich teurer. Schuld daran seien die Anhebung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent und die künftig vorgeschriebene Beimischung von voll besteuerten Biokomponenten.

Nach Schätzungen des Clubs müssen Autofahrer von 2007 an daher fünf bis sechs Cent mehr pro Liter Kraftstoff zahlen. Bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometer im Jahr und einem Verbrauch von 7 bis 8 Liter summierten sich die Mehrkosten beim Tanken auf rund 60 bis 90 Euro pro Jahr, rechnet der ACE vor.

Bereits Anfang Dezember hat die Lohnsteuerhilfe Bayern beim niedersächsischen Finanzgericht (Az. 2K448/06) und beim saarländischen Finanzgericht (Az. 2K442/06) Klage gegen die Kürzung der Entfernungspauschale eingereicht. „Wir sind wie viele andere der Meinung, dass die Streichung der ersten 20 Kilometer auf der Fahrt zur Arbeit nicht verfassungsgemäß ist“, sagte Werner Lenk, der Vorsitzende der Lohi Bayern seinerzeit. Der Grund: In vielen Fällen komme es durch die Kürzung zu einer Besteuerung des Existenzminimums. Bei vielen Familien hätte das zu versteuernde Einkommen durch die Berücksichtigung der Pendlerpauschale das steuerliche Existenzminimum nicht überschritten. Durch die Rechtsänderung in 2007 würden sie aber über diesem Grenzwert liegen.
Aus diesen Gründen kündigte Lenk an: „Wir werden für alle unsere betroffenen Mitglieder Einspruch beim Finanzamt einlegen und in Musterfällen eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts herbeiführen.“

Wer nicht Mitglied eines Lohnsteuerhilfevereins ist, findet auf der Homepage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) einen

Musterbrief zum Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2007 und den dazu passenden
Einspruch gegen die Ablehnung des Lohnsteuerermäßigungsantrags 2007.

Die Schreiben wurden im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung entworfen. Die Formulierungen sollen laut DGB sicherstellen, dass Arbeitnehmer nach einem möglichen abschließenden Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zu viel gezahlte Steuern zurückerhalten.

Die Lohnsteuerhilfe ist nicht die einzige Organisation, die die Neuregelung der Entfernungspauschale gerichtlich prüfen lässt. Auch der Bund der Steuerzahler hat eine Musterprozess beim Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern (Az. 1K497/06) angestrengt. Die Änderung verstoße gegen das in der Verfassung verankerte Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Aktueller Linktipp: Ab dem ersten Kilometer!

Sie wollten schon immer reich werden? Bislang hat das leider nicht geklappt? Dann geht es Ihnen wie den meisten anderen Menschen. Das Problem: Sie verfügen offenbar nicht über das dazu notwendige Know-How. Doch jetzt können Sie die Möglichkeit nutzen, das Prinzip des Reichwerdens in wenigen Minuten zu erlernen.

So funktioniert das Geld (gefunden bei YouTube):

Die Vorteile des Geldes und wie man Menschen davon abhängig macht

Die Vorteile von Zinsen und wie man aus Gold Buchgeld macht

Wie man das Buchgeld vervielfacht und sich das System verselbständigt

Alles verstanden? Na dann: Viel Erfolg! 😉

Wer im Internet seine Weihnachtsgeschenke ersteigert, denkt meist, er sei preisbewusst und clever. Denn mit dem Gebot setzt man sozusagen ein oberes Limit. Wenn man die Ware für weniger bekommt, umso besser. Und gerade das macht ja den Kitzel beim Online-Bieten aus. Für viele stellt der Wettbewerb um den günstigen Preis aber auch eine Gefahr dar und sie ahnen nichts davon.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete kürzlich über eine Studie amerikanischer Ökonomen, die sich mit dem Bieterverhalten bei ebay beschäftigt hat. Demnach kommen die Auktionen nicht immer zum bestgünstigen Ergebnis für die Kunden und die Ursache liegt bei den Bietern selbst.

In einem Feldversuch beobachteten die Forscher die Auktion eines relativ teuren Gesellschaftsspiels. Dieses wurde bei ebay sowohl im Sofortkauf als auch in Auktionen angeboten. Die meisten Bieter verhielten sich hier nicht unbedingt schnäppchenbewusst: Rechnet man die Versandkosten zum Kaufpreis hinzu, zahlten fast drei Viertel der Bieter in einer Auktion mehr als den Sofortkauf-Preis.

Die Forscher erklärten dieses verblüffende Ergebnis mit dem so genannten Bieterfieber und mit der Uninformiertheit vieler Käufer. Denn häufig sei derjenige der „Gewinner“ einer Auktion, der sich im Vorfeld nicht über den tatsächlichen Preis einer Ware informiert hatte. So wird aus dem Sieger schnell ein Verlierer, bzw. die Ersten werden die Letzten sein.

Dann haben wir uns also über Schnäppchen gefreut, die gar keine waren? Gut, dass wir das nicht wussten.

Nun ist die D-Mark schon seit knapp fünf Jahren passé. Trotzdem können wir Deutschen offenbar einfach nicht loslassen. Das zumindest legt eine repräsentative Umfrage der Zeitschrift Stern nahe. Danach sehnt sich mehr als jeder zweite Bundesbürger nach Mark und Pfennig zurück. 58 Prozent der Befragten erklärten in der aktuellen Untersuchung für das Hamburger Magazin, wenn sie wählen dürften, dann hätten sie lieber wieder die D-Mark als Zahlungsmittel. Nur 40 Prozent würden die seit 2002 geltende Einheitswährung vorziehen. Zwei Prozent äußerten keine Meinung.

Verwunderlich, dass in spontanen Meinungsäußerungen immer wieder die Vorteile der europäischen Währung in Vergessenheit geraten: Der Euro ist ein Gegengewicht zu Dollar und Yen und offizielles Zahlungsmittel in zwölf Staaten. Mit ihm wurden innergemeinschaftliche Wechselkursrisiken beseitigt, die Inflation ist konstant niedrig und der Stabilitätspakt sorgt zumindest Ansatzweise für Haushaltsdisziplin bei der öffentlichen Hand. Von den politischen Vorteilen ganz zu schweigen.

Zugegeben: Manchmal vermisse auch ich die kniende Schönheit auf dem 50 Pfennig-Stück und den ernst dreinschauenden Ludwig Erhard auf der zwei Mark-Münze. Gelegentlich schimpfe ich auch: „Was kostet das?! Das sind ja umgerechnet xy Mark!!“ Aber dann denke ich an die Zeit zurück, als ich am Tag vor dem Urlaub am Bankschalter anstehen musste, um meine schöne D-Mark in Lire oder Schilling umzutauschen.

Die Liebe der Deutschen zu ihrer Mark drückt sich aber nicht nur in Umfragen aus. Nein, Münzen und Scheine werden auch noch fleißig gehortet. Nach einem Bericht des Hamburger Abendblattes werden alleine in der Hamburger Filiale der Bundesbank auch jetzt noch Tag für Tag 45.000 D-Mark gegen Euros getauscht. Würde ich auch machen, wenn ich noch D-Mark hätte. Denn besser Euros auf der hohen Kante, als die gute alte (harte) Mark unter der Matratze.   

Eigentlich soll man sich in den eigenen vier Wänden doch wohl fühlen. Die Freude wird einem aber zunehmend beim Blick auf meine Betriebskostenabrechnung verdorben. Denn die „zweite Miete“ steigt und steigt. Laut aktuellem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes im Durchschnitt um 12,3 Prozent im Abrechnungsjahr 2005 gegenüber dem Vorjahr. Inzwischen entfällt rund ein Drittel der Gesamtkosten auf die Nebekosten, so die Berechnungen des Mieterbundes. Schuld an der Entwicklung seien vor allem die gestiegenen Heizkosten. Auch Gebühren für Müll, Grundsteuer und Wasser seien im Vergleich zu 2004 deutlich höher.

Der Betriebskostenspiegel für 2006 wird wohl nicht erfreulicher ausfallen. Die Preise von Gas und Heizöl waren zeitweise extrem hoch. An meine Abrechnung 2007 – nach erfolgter Mehrwertsteuererhöhung – möchte ich lieber noch gar nicht denken.  

Viele Servicehotlines mit der Vorwahl 0900 kassieren Anrufer gesetzwidrig schon während der angeblich kostenlosen Preisansage ab. Das zeigt eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, bei der ein Entgelt in zwölf von 25 Fällen zu früh berechnet wurde. 

Dabei ist die Gesetzeslage klar. „Die Preisangaben müssen kostenlos sein und spätestens drei Sekunden vor Beginn der Entgeltpflicht gemacht werden”, verlangt die Bundesnetzagentur in Bonn. Damit werde sichergestellt, dass Verbraucher Zeit haben zu entscheiden, ob sie den jeweiligen Mehrwertdienst zum genannten Preis in Anspruch nehmen wollen.

Als ein Beispiel nennt die Verbraucherzentrale die Premium Support Hotline des Computerherstellers  Toshiba. Noch vor dem Signalton, also während der angeblich kostenlosen Preisansage, kassierte die Firma laut Einzelverbindungsnachweis den vollen Minutenpreis. Mit dem gleichen Dreh agierten laut den Verbraucherschützern im Test insgesamt sieben von 25 Hotlines: darunter der Billigflieger Ryan Air (0,62 Euro) und das Anzeigenblättchen Der Heiße Draht (1,99 Euro). Gleich ganz auf die Preisansage aber nicht aufs Entgelt verzichtete die Hotline von Atari Computerspiele (1,24 Euro). Zwar sekundengenau, aber immer noch entgegen Gesetz und eigener Auskunft, rechneten während der Preisansage weitere fünf Kandidaten wie die Kommunikationsprofis der Provider Tele2 und Klarmobil ab. Von den 25 angerufenen Hotlines patzte im Test der Verbraucherzentrale knapp die Hälfte.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat jetzt entschieden, dass die so genannte  „Luftsteuer“ sich sozusagen in Luft auflösen kann. Die Stadt München hatte eine solche für Balkone erhoben, die in den öffentlichen Straßenraum hinausragen. (Wo sollen sie auch sonst hinragen, in einer Großstadt? Auf einen Acker oder in einen Wald?)  Ein Wohnungseigentümer sollte im konkreten Fall für 30 Balkone 10.000 Euro Sondernutzungsgebühr zahlen. Die Richter meinten jedoch, dass es durch die Balkone keine nennenswerte Einwirkung auf die Straße und den Gemeingebrauch gäbe (Az: BV 05.1918). Wohl war. Es sei denn, die Autofahrer stört es, wenn dort oben im Sommer jemand sitzt und sein Bierchen trinkt oder Blumen gießt. 

Die Belästigung geht wohl eher von der anderen Seite aus. Straßenlärm und Auto-Abgase mindern die Wohnqualität – zumindest, wenn der Balkon in eine Großstadt hinausragt. Aber Steuern erheben kann der Bürger in diesem Fall leider nicht.

Die nächste Silvesterparty ist für viele nicht nur Grund, ein neues Jahr zu feiern, sie ist für werdene Eltern auch Stichtag für einen neuen Wohlstand. Alle, die nach dem 31. Dezember 2006 ein Baby bekommen, können sich doppelt glücklich schätzen. Nicht nur, dass sie ihr Leben ab sofort mit einem eigenen Kind teilen dürfen, auch finanziell bringt der Geburtstag des Nachwuchses Glück.

Das neue Elterngeld löst ab 2007 die bisherige Zahlung des Erziehungsgeldes ab. Und so bekommen die frischgebackenen Eltern nicht nur wie bisher maximal 300 Euro monatlich vom Staat. Bleiben Mutter oder Vater zur Kindererziehung zu Hause, gibt es 67 Prozent des letzten Nettolohns, bis zu 1.800 Euro und das zwölf Monate lang. Wenn auch der andere Partner pausiert, wird noch mal um zwei Monate verlängert. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied. 

Pech nur, wenn das Kind statt am 1. Januar bereits am 31. Dezember 2006 geboren wird. Auch wenn es nur fünf Minuten vor der Jahreswende sind, gilt die alte Regelung. Da entscheidet sozusagen die Natur über den finanziellen Start des neuen Erdenbürgers. Ist man dieser Willkür denn hilflos ausgeliefert oder kann man nicht ein bisschen manipulieren? Es gibt doch Medikamente, die zum Beispiel die Wehen hinauszögern?

Doch Ärzte warnen vor einer künstlichen Verzögerung der Geburt. Auch ein Test von Stern TV hatte ähnliche Ergebnisse. Hier wurde die Manipulationsbereitschaft von Ärzten und Hebammen getestet.

Erschreckend, dass man sowas überhaupt testen muss. Mediziner, die mit ihrem Beruf verantwortungsvoll umgehen, murksen und mogeln nicht, wenn es um die Geburt eines Kindes geht. Und auch Eltern, denen das Wohl des eigenen Kindes am Herzen liegt, sollten sich die Frage nach einer Verzögerung der Geburt ohne ernste medizinische Notwendigkeit auf keinen Fall stellen.

Und von der Hebamme oder dem Arzt eine leichte zeitliche Verschiebung verlangen? Sind doch nur ein paar Stunden?  Das wäre ja wohl Anstiftung zur Urkundenfälschung. Wer in den letzten Minuten der Schwangerschaft an so etwas denkt, kann einem nur Leid tun.

Ob Erziehungsgeld hin oder Elterngeld her – was bei der Geburt eines Kindes zählt, ist und bleibt die Gesundheit. Und die kann man mit Geld nicht kaufen. Alles Gute!

Ab sofort steht der Merkel-Rechner, ein Onlinetool zum Berechnen der individuellen Steuer- und Abgabenbelastung für 2007, online. Mit dem Tool der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ kann man für sein Einkommen und für seine individuellen biographischen Daten ausrechnen, ob beispielsweise durch Mehrwertsteuererhöhung und Senkung des Beitragssatzes für die Arbeitslosenversicherung unter dem Strich mehr oder weniger im Portemonnaie ist.

Hier geht es zum Merkel-Rechner

Der Merkel-Rechner wurde vom Freiburger Forschungszentrum für Generationenverträge entwickelt. Er bezieht die wichtigsten Änderungen mit finanziellen Auswirkungen für private Haushalte, die in der Regierungszeit der Großen Koalition zustande kamen, ein.

Das Thema Datenschutz scheint die Bürger nicht sonderlich zu bewegen. Jedenfalls ist die Vergabe der Big Brother-Awards – ein Anti-Preis, der an besonders fleißige Datensammler verliehen wird – weithin unbeachtet geblieben. Dabei werden gerade Versicherte gründlich ausgekundschaftet. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) räumte dann auch in der Katergorie Verbraucherschutz den Datenklau-Oscar ab. Denn die Versicherungswirtschaft habe Warn- und Hinweisdateien aufgebaut, mit denen Versicherungen Daten von Millionen Verbrauchern austauschen. Die Dateien dienen nach Aussage des GDV zur Aufdeckung von Versicherungsbetrug, sind aber laut Big Brother-Jury in Wirklichkeit eine schwarze Liste, in der alle Personen landen, die irgendeine angeschlossene Versicherung für ein Risiko hält.

Die Jury zitiert in der Begründung auch aus dem verbandseigenen Magazin des GDV. Dort steht, wer in diesem Codepool mit inzwischen rund 10 Millionen Einträgen landet: „Voraussetzung dafür ist, dass man an einem Schaden beteiligt ist und der Versicherte im Verdacht steht, betrogen zu haben. Es muss aber nicht nachgewiesen werden, dass er ein Betrüger ist.“ Damit macht die Versicherungswirtschaft deutlich, was sie vom alten Grundsatz der Unschuldsvermutung hält.

Die Versicherer sind aber in ihrem ausgeprägten Bedürfnis nach Informationen nicht allein. Auch das große Vorbild aller Spione, der U.S.-amerikanische Geheimdienst CIA, mischt im Finanzsektor kräftig mit. Die Agenten beschafften über die belgische SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications) Daten über internationale Finanztransaktionen. Darunter auch alle innereuropäischen Überweisungen, wie die Big Brother-Jury feststellt. Dass die Daten missbraucht werden könnten, glaubt die SWIFT nach eigenem Bekunden selbst. Die Möglichkeit wird aber ausgeschlossen, da man faktisch die Kontrolle über die Daten behalte. Die Jury zweifelt jedoch daran, dass SWIFT in der Lage sei, die CIA zu kontrollieren. Und so holte SWIFT in der Kategorie Wirtschaft den Award. Weitere „Gewinner“ gibt’s hier: www.bigbrotherawards.de

Eigentlich komisch: Millionen von Kinobesuchern beobachten derzeit Superagent Jamens Bond beim spionieren. Für die echten Spione interessieren sich dagegen nur die Wenigsten.

 

Wer wusste, welche Fähigkeiten in einem gewöhnlichen Küchenmixer stecken? Alle, die es unbefriedigend finden, ihre alten Kreditkarten mühsam mit der Schere zu zerkleinern, sollten sich diesen Beitrag mal ansehen. So lassen sich die Dinger mühelos zu Staub zerkleinern.

Aber bei mir schon lang nicht mehr! Nachdem ich schon 2005 von Vattenfall (ehemals BEWAG Berlin) zu NUON Strom gewechselt bin und hierdurch pro Jahr gut 150 Euro gespart habe, hab ich vor wenigen Wochen nun auch noch vom günstigen Anbieter NUON zu Flexstrom gewechselt.

Vorteil zum einen noch günstigerer Preis für die Kwh und ich spare mir zudem ein ganzen Jahr die Erhöhung der MwSt. da ich meinen Abschlag noch in 2006 mit einmal für das ganze Jahr 2007 zahle und das sind immerhin alleine schon 11,60 Euro gespart….. Ach ich bin ein Fuchs 🙂 und ich kanns nur empfehlen der Wechsel ist wirklich leicht (wird einem durch den neuen Anbieter leicht gemacht weil Sie Kündigung beim alten Stromlieferanten etc. alles im Kundenauftrag übernehmen) ja und die lustigen Geschichten wie: „aber da kommt doch jemand und stellt in der Wohnung den Strom um“ … alles Blödsinn da kommt keiner und ich bekomm weiterhin in Berlin meinen Strom von Vattenfall die verrechnen nur am Jahresende mit meinem Anbieter die verbrauchten Kwh …. unter www.verivox.de gibts ganz prima Vergleichmöglichkeiten.
PS: und mein Strom ist auch nicht gelb so 😉 !!

Siftung Warentest hat’s aufgeklärt: Bei zwei Banken sollte man besser kein Online-Banking mehr durchführen. Die Verfahren von Citibank und der ready bank seien aus heutiger Sicht nicht mehr akzeptabel, deren einfache PIN/TAN-Technik in Zeiten von Phishing und Trojanern zu leicht zu knacken. Die sensiblen Daten könnten im Netz abgefangen werden.

Warentest rät dazu, Bankgeschäfte nur noch online zu erledigen, wenn ein sicheres Verfahren angeboten wird. So z.B. eTan, eTan plus, mTan oder HBCI. Die erfreuliche Nachricht: 14 von 20 untersuchten Banken bieten nach dem heutigen Stand der Technik verlässliche Sicherheit.

Der Bundesrat hat im Frühjahr 2006 dem „Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung“ zugestimmt. Ein Teil des Gesetzes: Ab dem kommenden Jahr können Familien die Kinderbetreuungskosten zu 2/3, maximal aber 4.000 Euro pro Kind in der Steuererklärung geltend machen.

Aber gerade die Geltendmachung ist die grundlegende Hürde für jede Familie. Warum? Statt bisher zwei Seiten umfasst das neue Steuerformular für Kinder drei Seiten. Das macht das Ausfüllen der Fomulare nicht gerade einfacher, denn die drei Seiten müssen für jedes Kind ausgefüllt werden. Und – Sie errraten es sicher – auf der zusätzlichen Seite muss man alle mögliche Angaben zu den Kinderbetreuungskosten machen. Insgesamt kann man sich auf über 90 neue Felder nur im Bereich Kinder freuen. Da fragt man sich schon, welcher durchschhnittliche Familienvorstand da noch weiß, wo und was er in die Formulare einzutragen hat.

Kein Wunder, dass der Bundesrat bei der Verabschiedung des Gesetzes feststellte, dass er „die steuertechnische Umsetzung des Abzugs von Kinderbetreuungskosten für nicht zweckmäßig und administrativ nicht handhabbar“ hält.

Und dabei hatte sich die Große Koaliton in der Koalitionsvereinbarung die „Vereinfachung der Steuerrechts“ auf die Fahnen geschrieben…

Ja, ich glaub das kann gehen, sollte wohl aber lieber nicht – wenn’s nach den Banken geht.

Traurig aber wahr. So berichtet das ARD Magazin plusminus, dass die Citibank doch wirklich eine ältere Dame (wenn ich mich recht erinnere 64 Jahre) mit einer Lebensversicherung beglückte und Ihr klarmachte, ohne Abschluß dieser Versichung werde es schwer, die beantragten 3.000 Euro zu bekommen.

Leider kein Einzelfall: plusminus brachte davon einige Beispiele ans Tageslicht und hat sogar eines der Beispiele auf Ihrer Webseite veröffentlicht:

„Ein Paar heiratete, richtete eine gemeinsame Wohnung ein und unternahm eine Hochzeitsreise. Dafür brauchten die beiden einen Kredit von rund 30.000 Euro. Den bekamen sie von der Citibank. Doch nicht nur das: Die Restschuldversicherung kostete einen Einmalbeitrag von rund 9.000 Euro und sorgte mit Gebühren und Zinsen dafür, dass die Gesamtbelastung auf knapp 58.000 wuchs. Eine monatliche Belastung von 693 Euro.

Obendrein bekam das Paar noch drei Rentenversicherungen, eine Lebensversicherung sowie eine Unfallversicherung vermittelt ? alle beim Citibank-Partner CiV. Damit kletterte die monatliche Belastung auf nahe 1.000 Euro.

Bei der Kreditvergabe wurde dem Paar bedeutet, dass ein Kredit nicht ohne Restschuldversicherung möglich sei. Die Versicherung sei schon eingetragen gewesen, berichten die Kunden. Nach § 6 Abs. 3 Nr.5 der Preisangabenverordnung müssten die Kosten für eine solche Versicherung in den effektiven Jahreszins eingerechnet werden. Folge in diesem Fall: statt wie offiziell ausgewiesen 12,07 Prozent betrüge der Effektivzins 22,4 Prozent.“

„Ab 3,49% eff. Jahreszins…“, so die aktuelle Werbung der Citibank. Na dann, Glückwunsch dem, der sie auch bekommt.

Manchmal läuft im Leben nicht alles so gut, wie es eigentlich sollte. Probleme mit dem Job, vielleicht sogar Arbeitslosigkeit, private Schwierigkeiten oder Sorgen um ein Familienmitglied können sehr belastend im Alltag sein. Kommen Geldprobleme dazu, fällt es manchem schwer, den Überblick zu behalten. Und besonders ärgerlich, wenn dann die Bank noch zusätzlichen Druck macht. Aber es geht auch anders:

Die CreditPlus-Bank will gerade in Notlagen ihren Kreditnehmern unterstützend unter die Arme greifen. Natürlich nicht finanziell – aber durch kompetente Berater, die gemeinsam mit den Kunden einen Ausweg aus der individuellen Krise suchen. Beratung in allen Lebenslagen nennt sich der neue Service der CreditPlus, den es bisher nur in den Filialen und nur für Kreditnehmer gibt.

Die Kunden werden hierzu bei Bedarf an den unabhängigen Beratungsdienst Compass weiter vermittelt. Dort ist man erfahren in Sozialberatung und psychologischer Unterstützung. Die Berater unterliegen der Schweigepflicht und geben keine persönlichen Daten weiter – auch nicht an die CreditPlus-Bank. Gemeinsam mit dem Berater wird ein Plan erstellt, wie man aus der persönlichen Misere herauskommt. Der kostenlose Service umfasst bis zu zehn Termine oder einen Zeitraum von drei Monaten.

Also eine Bank mit angeschlossener Schuldnerberatung? Warum nicht? Bevor sich die Schuldenspirale ins Endlose dreht, verschaffen die Berater den Kunden wieder Klarheit über ihre Verbindlichkeiten und entwicklen eine Strategie,  das Problem zu lösen. So kommt auch die Bank am ehesten an ihr Geld.

Der Lebensmitteldiscounter Aldi will mehr für seine preisbewusste Kundschaft tun und erweitert sein Sortiment: Ab dem 5. Januar 2007 bieten die Gebrüder Albrecht in ihren Supermärkten neben Chips, Schokolade und Orangensaft auch Reisen an. Die Kunden sollen dann übers Internet oder telefonisch ihre Traumreise buchen können.

Hier schließt sich Aldi einem Trend unter den Lebensmitteldiscountern an: Denn Penny, Plus und Lidl sind auch schon in das Reise-Geschäft eingestiegen. Und Hofer, wie Aldi in Österreich heißt, hat sich mit Hofer-Reisen schon auf dem Markt der Billigreisen etabliert. So kann Aldi zumindest auf Erfahrungen im eigenen Unternehmen zurückgreifen.

Aber nicht nur an die Nordsee oder in den Schwarzwald soll es die Aldi-Kundschaft führen. Obwohl man dies beim Namen des Kooperationspartners „Berge & Meer“ – einer TUI-Tochter – vermuten könnte. Nein, es ist auch eine Luxus-Fernreise im Angebot – denn Champagner gibt’s ja schließlich auch bei Aldi.

Guter Service muss nicht zwingend teuer sein. In manchen Fällen darf er es auch gar nicht sein. So beispielsweise bei den Freistellungsaufträgen über die entsprechenden Kapitalerträge. Sie müssen beim Finanzamt angegeben werden und dafür darf eine Bank keine Gebühr erheben (nachzulesen in den Urteilen Az. XI ZR 279/96 und XI ZR 279/96 des BGH, sowie Az. 1BvR 1821/97 des BVerfG).

Eine andere, gebührenfreie Pflichthandlung ist die Anfertigung einer Erklärung der Bank, dass sie der Löschung des Grundpfandrechts im Grundbuch zustimmt (BGH, Az. XI ZR 244/90 und OLG Köln, Az. 13 U 95/00). Eine Nachlassbearbeitung ist ebenfalls kostenfrei. Die Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Erben zu finden und das Finanzamt zu benachrichtigen (LG Frankfurt a.M., Az. 2/2 O 46/99).

Auch bei geplatzten Kreditverhandlungen darf das Geldhaus den Kunden nicht zur Kasse bitten, selbst nach einer intensiven Kreditberatung (OLG Dresden, Az. 7 U 2238/00). Übrigens hat auch jeder Kunde das Recht, sich kostenfrei beim Kreditinstitut zu beschweren. Aufgrund ungerechtfertigter Reklamationen darf man jedenfalls nicht zur Kasse gebeten werden (LG Köln, Az. 26 O 30/00).

Fazit: Es gab und gibt immer wieder unzulässige Gebührenforderungen von Banken. Es lohnt sich also, die Abrechnung genau zu prüfen.

Wo sind Gebühren erlaubt, wo sind sie unzulässig? Bei Kreditkarten sieht es so aus: Die Bank muss eine Kreditkarte kostenlos ersetzen, wenn sie beim Versand verloren geht oder von einem Bankautomaten beschädigt wird. Verschuldet man den Verlust oder die Beschädigung selbst, dann darf die Bank Gebühren erheben (nachzulesen im Urteil des OLG Celle, Az. 13 U 186/99). Geht eine PIN-Nummer auf dem Postweg verloren, dann ist die Neuversendung kostenfrei (LG Frankfurt a.M., Az. 2/2 O 46/99).

Wer seinen Kreditkartenvertrag vorzeitig kündigt, bekommt die anteilige Jahresgebühr zurückerstattet. Pech gehabt heißt es allerdings für jene, die eine feste Vertragslaufzeit vereinbart haben (OLG Frankfurt a.M., Az. 13 U 186/99). Karten-Zahlungen im EU-Ausland dürfen nicht mehr gebührenpflichtig berechnet werden (EU-Verordnung Nr. 2560/2100).

Bei Wertpapierkonten sieht es so aus: Will ein Kunde seine Wertpapiere in ein anderes Depot übertragen, dann dürfen Banken dafür nichts verlangen (OLG Nürnberg, Az. 9U 3928/02 und LG Stuttgert, Az. 20 O 101/03). Bei den Zeichnungsgebühren dürfen die Banken ihre Kundschaft selbst dann mit einer geringen Pauschale belasten, wenn gar keine Aktien zugeteilt wurden (BGH, Az. XI ZR 156/02). 

Und wie verhält es sich mit den Gebühren bei anderen Serviceleistungen? Mehr dazu in Kürze… 

Das Wasser wird knapp. Wie, es regnet doch dauernd? Das schon, aber das Wasser, das die Erde zu zwei Dritteln bedeckt, ist größtenteils salzig und deswegen nicht als Trinkwasser geeignet. Die Bewohner der Erde werden immer mehr, der Klimawandel tut das Seinige: Uns geht bald das Wasser aus.

Finanzexperten raten nun, in Wasser zu investieren. Denn, was knapp ist, wird schnell teuer und daran kann man gut verdienen. Ein neuer Trend im Investorenbereich. Es gibt auch schon einige interessante Fonds, die sich mit dem Thema Wasser befassen. Wie zum Beispiel der UBS-Wasser-Index. Dieser Index bildet die Kursentwicklung von zwölf Unternehmen ab, die sich mit Trinkwasseraufbereitung und –versorgung beschäftigen sowie innovative Ideen zum Umgang mit Wasser entwickeln. Zwischen dem 5. Juni 2006 und dem 8. November machte der Wasser-Index einen Gewinn von 25,39 Prozent. Das klingt viel versprechend.

Kleine Notiz am Rande: In der vorletzten Woche werden die UBS-Banker nicht viel Freude am Wasser gehabt haben: Die Tiefgarage der UBS-Filiale im schweizerischen Rümlang war nach einem Wasserrohrbruch auf vier Etagen überschwemmt. Nutzer der 1.200 Abstellplätze mussten fremdparken und mit Shuttle-Bussen zum Dienst gebracht werden. Schuld waren Arbeiten auf einer nahe gelegenen Großbaustelle. Insgesamt 75 Minuten lang lief das Wasser, rund 29.000 Liter pro Minute, der materielle Schaden wird nicht unbeträchtlich sein. Und auch so merkt man mal wieder, dass Wasser ein kostbares Nass ist.

224 Euro muss normalerweise derjenige berappen, der mit der Bahn im ICE von Berlin nach Stuttgart und zurück fährt. Von München nach Hamburg mit Rückfahrschein sind es gar 230 Euro. Doch wer jetzt schon Reiseabsichten fürs neue Jahr hegt,  könnte ein Schnäppchen machen. Denn über die Filialen des Kaffeerösters Tchibo verkauft die Bahn zwischen dem 8. und 14. Dezember 500.000 Fahrkartenhefte mit jeweils zwei Tickets für 58 Euro – also 29 Euro pro Ticket.

Die Fahrscheine gelten für beliebig lange Fahrten innerhalb Deutschlands in der zweiten Klasse. Auch mit ICE und InterCity. Sie können zwischen dem 2. Januar und dem 4. April einen Tag lang bis 10 Uhr des Folgetages genutzt werden. Ausgenommen sind die Freitage. Wer es gerne komfortabel hat, erhält für 20 Euro Aufpreis pro Fahrt ein Erste-Klasse-Ticket.

Für Familien ist das Angebot besonders verlockend. Kinder bis einschließlich 17 Jahre fahren in Begleitung mindestens eines Eltern- oder Großelternteiles kostenlos mit. Außerdem legt Tchibo jedem Fahrkartenheft noch zwei Kaffee-Gutscheine bei. Dann lautet die Bestellung bei Tchibo künftig wohl: „Eine Packung Feine Milde und einmal quer durch Deutschland.“

Wundern Sie sich auch manchmal, wenn Sie die Gebührenabrechnung Ihrer Hausbank erhalten? Freilich, nicht jede Bank nutzt Bankgebühren, um ihre Kunden abzuzocken. Doch immer wieder werden Fälle unzulässig erhobener Bankgebühren bekannt. Ein kritischer Blick ist bei allem Vertrauen wohl angebracht. Aber was dürfen uns die Geldhäuser eigentlich in Rechnung stellen und was nicht? Ich habe das mal für Girokonten und Sparbücher unter die Lupe genommen.

Ein- und -Auszahlungen in Bar auf oder von eigenen Konten sind am Bankschalter grundsätzlich gebührenfrei. Egal ob Privat- oder Geschäftskunde. Greift die Bank zum Kniff, die Gebühren im Preisverzeichnis auszuweisen, müssen dennoch mindestens fünf Barzahlungen pro Monat kostenfrei bleiben. Bei Zahlungen auf fremde Konten sieht es leider anders aus. Da dürfen Gebühren erhoben werden. Bei Bargeldabhebungen am bankeigenen EC-Automaten sind Gebühren übrigens nur dann erlaubt, wenn man wenigstens am Schalter kostenlos abheben kann. Bei Buchungen müssen pro Monat fünf kostenlos sein. Jede weitere kostet. Bei pauschaler Kontoführung darf aber keine zusätzliche Gebühr erhoben werden (nachzulesen in den BGH-Urteilen Az. XI ZR 80/93 und XI ZR 217/95). Überweisungen in andere EU-Länder bis zu 12.500 Euro dürfen nicht teurer sein als Inlandsüberweisungen, allerdings nur, wenn das Formular für EU-Standardüberweisungen benutzt wird (EU-Verordnung Nr. 2560/2001).

Die Zusendung von Kontoauszügen darf kostenpflichtig sein. Jedoch nicht das Ausdrucken am Automaten oder das Abholen am Schalter (§ 307 BGB). Gehen Dauer- und Überweisungsaufträge sowie Lastschriften nicht mehr ab, weil das Konto ungedeckt ist, darf die Bank keine Gebühren für die Nichtausführung erheben (BGH, Az. XI ZR 154/05, XI ZR 5/97, XI ZR 296/96, XI ZR 197/00). Kosten für die Auflösung von Girokonten oder Sparbüchern sind ebenso unzulässig (§307 BGB). In Ordnung ist dagegen eine Gebühr für das Ausstellen eines Ersatzsparbuchs (BGH, Az. XI ZR 351/97). Für Nachforschungsaufträge nach fehlgeleitetem Geld allerdings nicht (LG Frankfurt Az. 2/2016/99).

So, das war die Abteilung Girokonten und Sparbücher. Demnächst werde ich dann nachsehen, was uns die Banken eigentlich bei Wertpapierkonten, EC- und Kreditkarten und anderen Serviceleistungen in Rechnung stellen dürfen (hier geht’s weiter).

Über web.de kann man jetzt mal schnell  50 Euro Weihnachtsgeld verdienen – jedenfalls auf Gutschein. Denn der E-Mail-Provider verspricht in seinem exklusiv-Angebot nette Prämien für ein Girokonto der comdirect Bank.  Für die Eröffnung eines Girokontos bedankt sich web.de schon jetzt mit schönen Geschenken: Wahlweise eine Digitalkamera, eine externe Festplatte oder einen 50 Euro Gutschein von Amazon, Media-Markt oder Aral bekommt, wer ein Girokonto bei der comdirect eröffnet. Da lohnt es sich doch, schnell mal ein neues Konto anzulegen. Solange keine Gebühren anfallen, ist das mit Prämie immer ein Gewinn.

Wer also noch Weihnachtsgeschenke braucht, kann so den Gutschein schnell noch zum Shoppen nutzen – oder er tankt einfach mal voll. Eine E-Mail-Adresse muss man übrigens nicht bei web.de haben…

Es muss ja nicht der Bund fürs Leben sein. Denn das Konto ist lediglich in den ersten drei Monaten kostenlos. Danach nur bei einem Gehaltseingang von mindestens 1.250 Euro, sonst wird eine Gebühr von 4,90 Euro im Monat fällig. Das Angebot gilt nur für Neukunden, die in den letzten sechs Monaten nicht Kunde der comdirect waren. Kleiner Wermutstropfen: Es gibt bei diesem web.de-Exklusiv-Angebot nicht wie beim Standard-comdirect-Girokonto einen Euro pro Monat gutgeschrieben.