Die Schufa in der Schule

Wer mit einem Kredit in Verzug gerät oder seinen Dispo laufend überzieht, der bekommt schnell einen negativen Schufa-Eintrag. Das kann dann ziemlich lästig werden, wenn man ein weiteres Darlehen aufnehmen will. Denn meist läuft mit einem negativen Schufa-Eintrag nicht viel in Sachen Geld-Leihen.

So schwebt das Wörtchen Schufa („Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“) wie eine dunkle Wolke über allen, die irgendwelche Finanzschwierigkeiten haben. Wie kann man dieses Übel bekämpfen? Am besten an seiner Wurzel.

Das denkt sich auch die Schufa. Und widmet sich dem Lebensabschnitt, in dem sich viele schlechte Angewohnheiten einschleifen, die man dann sein Leben lang nicht mehr los wird: Alkohol trinken und Rauchen zum Beispiel – vielleicht auch Schulden machen. Die Schufa hat deswegen ein spezielles Lehrmaterial für Jugendliche entwickelt.

Dieses soll den Lehrern helfen, ihren Schülern ab der siebten Klasse die richtigen Fakten über das liebe Geld beizubringen. Und die Dimensionen des Geldausgebens bei Schülern haben sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Da geht es nicht mehr um das Snickers und die Cola sondern um Handys, Klingeltöne und Klamotten. 

Gut, wenn man möglichst früh erfährt, dass das Geld auch da sein muss, bevor man es ausgibt. Auch gut, wenn man in der Schule lernen kann, was man wirklich fürs Leben braucht. Oder wie der Lateiner sagt: „Non scholae sed vitae discimus“.  Das Lehrmaterial ist für die Klassen sieben bis zehn konzipiert. Die Schufa möchte dabei helfen, dass sie wirtschaftliche Zusammenhänge erkennen und Handlungskompetenz als Verbraucher erwerben, ganz nach dem Motto: Vorbildung schützt vor Überschuldung. 

Warum also nicht im Matheunterricht mal über Geld und Schulden reden? Das sind doch schließlich auch nur Zahlen. Und eigentlich auch näher am täglichen Leben als der gute alte Pythagoras.

Mehr Informationen und Unterrichtsmaterial zum Projekt unter http://www.schufamachtschule.de

3 Gedanken zu “Die Schufa in der Schule

  1. Bei der Eröffnung eines Kontos erfolgt bereits derSchufaeintrag; d.h. das Bankgewerbe betrachtet den neuen Kunden bereits als
    „Ganoven“. Warum?
    Es würde doch vollkommen genügen, den Schuldner, wenn er das
    erste mal „auffällig“ geworden ist und auf außergerichtliche Mahnung hin -mit Androhung des Schufaeintrags- nicht gezahlt
    hat, in die Schufa-Liste aufzunehmen.
    M.E. hätten dann 95% der Betroffenen in dieser Liste nichts
    verloren.

  2. Stimmt. Hm – wahrscheinlich ein so ein Fall in dem die Gewohnheit den Blick auf sinnvolle Lösungen verstellt.

  3. das schlimme an der sache finde ich ja gerade die „handysucht“. die jugendlichen von heute werden immer extremer in allem. sehr viele möchte ich mal sagen sind auch aus den sozialen brennpunkten, die „das geld“ nicht richtig einschätzen können. man kann sagen es ist ein teufelskreis. die nachrichten berichten auch immer mehr zu diesem thema. man muss nur mal überlegen, dass in der heutigen jugend irgendetwas falsch läuft, wenn sogar schon „schuldenberater“ bekannt/berühmt werden. (falls jemand letztens stern tv geschaut hat, dann weiß er was ich mein.)

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