Mal schauen, vielleicht bezahlt in wenigen Jahren mein Auto am Drive-In-Schalter meinen Burger nebst Fritten und Cola. Oder wenigstens sein Bordcomputer. Keine kafkaeske Zukunftsvision, denn in Parkhäusern könnte das Prinzip schon bald funktionieren. Die Ein- und Ausfahrt würde durch den Einsatz von bereits heute verfügbaren Technologien erheblich beschleunigt werden. Das wurde im Rahmen einer Diplomarbeit an der Technischen Universität München bewiesen. 

Dazu wurde das bereits praxiserprobte Verfahren des elektronischen Parktickets mit Chip auf der EC-Karte weiterentwickelt und in das Bordsystem eines Siebener-BMW integriert. Die Parkgebühr wird via drahtloser Verbindung über den Bordcomputer sekundengenau mit dem Guthaben auf dem Geldkarten-Chip der EC-Karte verrechnet. Die Parkgebühr bleibt also doch wieder an mir hängen und nicht an meinem Wagen. Nun gut, zumindest spare ich dann den Gang zum Kassenautomaten.

Und wie wird das System eines Tages beim Fastfood-Kauf funktionieren? Zumindest die Arbeitsplätze der Kassiererinnen an Drive-In-Schaltern ist in Gefahr. Bestellungen können zukünftig sicherlich auch über den Bordcomputer abgewickelt werden. Eines wird mir aber dann in Zukunft fehlen. Die Mitarbeiterin bei Mc Donald’s, die mir auf meine Nachfrage „Was kostet denn so ein Cheeseburger?“ freundlich lächelnd antwortet: „N’ Euro“. Diese Aussicht ist allerdings verkraftbar. Doch schwant mir Böses: Setzt sich so ein System erstmal flächendeckend in den Fahrzeugen durch, wäre es doch ein Leichtes, darüber Pkw-Fahrer mit einer Autobahn-Maut zu belegen. Aber bis dahin dauert es wohl noch eine Weile.