5.000 Euro kostenlos? Nein, aber immerhin ohne Zinsen!

In England schon lange normal, hier aber relativ neu ist die Kundengewinnung über einen kostenlosen Kredit. So bietet die Royal Bank of Scotland unter ihrer Kreditkarte mit Namen „X-ite-Card“ bis zu 5.000 Euro zinsfrei für sechs Monate an. Wer möchte und einer normalen Bonitätsprüfung standhält, dem überweist die Bank maximal 5.000 Euro auf das Gehaltskonto.

Der Zinssatz in den ersten sechs Monaten beträgt null Prozent. Danach wird aber ein happiger Zinssatz von derzeit effektiv 12,85 Prozent in Rechnung gestellt. Man sollte also den Betrag dann schon zurückführen können. Dass dies nicht gelingt, ist das Kalkül der Bank. Als Mindesttilgung werden monatlich fünf Prozent des Kreditbetrages, mindestens jedoch zehn Euro vom Gehaltskonto abgebucht. Wo sind die Probleme?

  • Erstes Manko ist auf den ersten Blick die Jahresgebühr von 28,50 Euro für die RBS-Mastercard. Diese ist allerdings zu verkraften, wenn man die 5.000 Euro nämlich als Tagesgeld/Festgeld für 3,5 Prozent z.B. bei der DAB Bank anlegt, erhält man Zinsen in Höhe von 87,50 Euro (zusätzlich zum Tankgutschein für Neukunden in Höhe von 25 Euro).
  • Noch mehr kann man sparen, wenn man mit dem Geld einen teuren Dispo- oder Überziehungskredit für die sechs Monate überbrückt. Bei einem Zinssatz von 12,5 Prozent (wie z.B. bei der Berliner Sparkasse) und einem Dispo in Höhe von 5.000 Euro, bringt das eine Ersparnis von 284,00 Euro (312,50 Euro minus 28,50 EUR). Mit dem Geld sollte man aber behutsam umgehen, um nicht nach sechs Monaten mit insgesamt  10.000 Euro Schulden ein Problem zu haben.
  • Ein zweites Problem ist die Restschuldversicherung (hier Zahlungsschutz genannt). Diese ist sehr teuer und sichert nur die Bank dagegen ab, dass die Kunden durch unverschuldete Arbeitslosigkeit, bei Arbeitsunfähigkeit wegen längerer Krankheit oder eines Unfalls ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Aktive Nutzer unseres Blogs haben uns auch darauf hingewiesen, dass – obwohl weder beantragt, noch auf telefonisches Nachfassen der Bank angenommen – „fäschlicherweise“ Gebühren für die Restschuldversicherung abgezogen wurden. Ein Anruf hat dann aber genügt, um die falschen Gebühren wieder zurückzubekommen.
  • Fazit: Wer das Geld intelligent nutzt, um es anzulegen oder seinen Dispo auszugleichen, kann über sechs Monate  59 Euro gewinnen oder sogar  284 Euro an Zinsen sparen.

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