kqv„Wenn ich schon in Deutschland lebe, dann will ich wenigstens sterben wie Gott in Frankreich“, denkt ein älterer Herr in der Anzeige für die Sterbegeld-Absicherung der KarstadtQuelle Versicherungen. Die Anzeige findet sich in der aktuellen Ausgabe der Fernsehzeitschrift rtv. Je öfter man den Slogan liest, desto mehr regt er zum Nachdenken an.

Denn was wollen uns diese Worte eigentlich sagen? „Wie Gott in Frankreich“ beschreibt normalerweise einen besonders komfortablen Zustand, meist in Zusammenhang mit dem Leben. In Zusammenhang mit dem Sterben allerdings macht der Spruch stutzig und es kommen Fragen auf. In Deutschland ist es also so schlimm, dass der Herr hier nicht einmal sterben möchte? Er fühlt sich schon zu Lebzeiten so unwohl hier, dass er die Zeit „danach“ lieber in Frankreich verbringen möchte? Dann aber will er sich so richtig was gönnen! Andere sparen, um in Frankreich Urlaub zu machen – schön mit Wein und Baguette.

Aber der Herr in der Anzeige zahlt in eine Versicherung ein, um bei den Franzosen zu sterben? Wie wird das dann praktisch umgesetzt? Ist ein Werbe-Slogan knackig und ungewöhnlich, bleibt er länger im Gedächtnis der potentiellen Kunden, das ist klar. Langeweile merkt sich niemand. Aber manchmal kann man auch des Guten zu viel tun, oder?

PS: Und Gott ist also auch schon in Frankreich gestorben? Wann denn?