Käse, Wurst und Rechtsschutz

Nichts ist mehr so, wie es mal war: Nachdem es Versicherungen bereits beim Otto-Versand und bei C&A gibt, steigt nun auch der Discounter Penny ins Versicherungsgeschäft ein.

In über 2.000 Filialen wird Penny ab dem 2. Oktober einen speziellen Familienrechtsschutz der ARAG anbieten. Das Verkaufskonzept ist für Versicherungen innovativ. Wie jede andere Haushaltsware wird der ARAG Rat & Tat-Rechtsschutz in eigenen Verkaufsregalen in den Penny-Märkten zu finden sein.

Der Kunde erhält die Rechtsschutzversicherung zu einem Jahresbeitrag von 99 Euro. Dabei spielt es für den Beitrag keine Rolle, ob der Kunde Single, Verheiratet, Beamter oder im öffentlichen Dienst beschäftigt ist. Der ARAG Rat & Tat Rechtsschutz bietet Schutz für die ganze Familie und umfasst die Bereiche Arbeit, Wohnen und Verkehr. Die Versicherung wird ab dem 2. Oktober über einen Aktionszeitraum von zwei Wochen in allen Penny-Filialen verkauft.

In der angebotenen Verkaufsbox sind der Versicherungsschein, die Leistungsbeschreibung und die Versicherungsbedingungen der ARAG Versicherung enthalten. Der Kunde bezahlt an der Kasse und erhält mit seinem Kassenbon eine persönliche PIN-Nummer. Von zu Hause aus kann er seinen neuen Versicherungsschutz per Post, Fax oder Internet bei der ARAG aktivieren. Bereits einen Tag nach der Registrierung ist der Rechtsschutz wirksam.

Die Versicherung übernimmt im Schadensfall die Gerichtskosten in allen Instanzen, inklusive Kosten und Gebühren für Zeugen und Sachverständige, die das Gericht bestellt: europaweit bis zu einer Million Euro, weltweit bis zu 100.000 Euro je Rechtsschutzfall. Im Falle eines Rechtsstreits haben die Versicherungsnehmer allerdings eine Selbstbeteiligung von 250 Euro zu tragen. Der Vertrag läuft ein Jahr und verlängert sich – wie bei solchen Versicherungen üblich – jährlich wenn er nicht drei Monate vor dem jeweiligen Ablauf schriftlich gekündigt wird.

2 Gedanken zu “Käse, Wurst und Rechtsschutz

  1. Dass die Versicherung zum Kunden kommt, wenn der Kunde nicht zur Versicherung kommt, ist ja vielleicht nicht die schlechteste Idee. Aber zwischen Nudelsoße und Toilettenpapier eine Versicherung als Schnäppchen? Entsteht da nicht beim Kunden so eine Art Mitnahmeeffekt: „Ach, da gibts ja noch ne Rechtsschutzversicherung, die nehm ich mal mit.“ Bei Versicherungen sollte man doch jemanden fragen können, der sich damit auskennt. Aber eine Beratung kann sicher vom Penny-Personal nicht geleistet werden – es sei denn es geht um das Haltbarkeitsdatum der Wurst.

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