Die Erkenntnis, dass Web 2.0-Anwendungen bei Beratung und persönlicher Ansprache der Kundschaft und möglicherweise gar zur Neukundenaquise hilfreich sein könnten, scheint bei der Mehrzahl der Banken noch nicht gereift zu sein. Das ergab jetzt eine Studie zweier Professoren der Fachhochschule Nürnberg zum Vertriebskanal Internet. Chats, Foren, Blogs und Co. würden “derzeit absolut vernachlässigt”. Dabei sehen die Wissenschaftler gerade dort Potential. Den ganzen Artikel lesen »
So, das haben wir erst mal überstanden. Groß war die Aufregung und groß war die Verwüstung, die der Orkan Kyrill hinterlassen hat. Wie berichtet, übernimmt ab Windstärke acht die Hausrat- oder die Wohngebäudeversicherung Schäden, die an Wohnung oder Haus entstanden sind, beim Auto die Teilkasko.
Meteorologen erwarten für heute den schwersten Sturm seit vier Jahren. Das Orkantief “Kyrill” soll mit bis zu 150 Stundekilometern über das Land fegen. Die Behörden erwarten, dass der Sturm schwere Schäden anrichten wird. Auf dreizehn Bundesländer kommen laut Deutschem Wetterdienst heftige Böen zu. Für die Versicherungsunternehmen könnte der Tag damit zum schwarzen Donnerstag werden.
Eigentlich soll man sich in den eigenen vier Wänden doch wohl fühlen. Die Freude wird einem aber zunehmend beim Blick auf meine Betriebskostenabrechnung verdorben. Denn die “zweite Miete” steigt und steigt. Laut aktuellem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes im Durchschnitt um 12,3 Prozent im Abrechnungsjahr 2005 gegenüber dem Vorjahr. Inzwischen entfällt rund ein Drittel der Gesamtkosten auf die Nebekosten, so die Berechnungen des Mieterbundes. Schuld an der Entwicklung seien vor allem die gestiegenen Heizkosten. Auch Gebühren für Müll, Grundsteuer und Wasser seien im Vergleich zu 2004 deutlich höher.
Der Betriebskostenspiegel für 2006 wird wohl nicht erfreulicher ausfallen. Die Preise von Gas und Heizöl waren zeitweise extrem hoch. An meine Abrechnung 2007 - nach erfolgter Mehrwertsteuererhöhung – möchte ich lieber noch gar nicht denken.
Ganz Deutschland fürchtet sich vor dieser Zahl: 19. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ab Januar ist in aller Munde. Abgeordnete streiten über ihre Notwendigkeit, die Werbung nutzt sie als Verkaufsargument, Ökonomen diskutieren über einen möglichen Konjunkturdämpfer und viele Bürger schimpfen einfach nur, dass jetzt wieder alles teurer wird. Dabei gehen die anderen Belastungen, die in Kürze auf Deutschlands Haushalte zukommen, völlig unter. Kein Mensch redet beispielsweise über die Erhöhung der Versicherungssteuer. Kein Wunder, denn diese Verkehrssteuer auf Prämien oder Beiträge ist eben viel unauffälliger, da sie einem nicht jede Woche auf einem Kassenbeleg erscheint. Außerdem wird sie von den Versicherungsunternehmen für die Versicherten an den Bund abgeführt.
Und für den hat sich die Versicherungssteuer, mit einem Aufkommen von fast neun Milliarden Euro im vergangenen Jahr, zu einer erquicklichen Einnahmequelle entwickelt. Durch sein Zutun natürlich, denn immer wieder wurde mit wechselnden Begründungen in den vergangenen 18 Jahren an dieser Steuerschraube gedreht. Zuletzt erfolgte eine Erhöhung der Versicherungssteuer im Jahr 2002 von 15 auf 16 Prozent, um die höheren Rechnungen für die Terrorbekämpfung zu begleichen, so die damalige Regierung. Dem waren bereits vier Erhöhungen vorangegangen. Ältere und Jüngere werden sich noch erinnern: 1988 betrug der Regelsteuersatz auf Versicherungsentgelte fünf Prozent!
Nun also 19 Prozent Versicherungssteuer. Von der Erhöhung betroffen sind unter anderem die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Kaskoversicherung und die Privathaftpflichtversicherung. Von der Steuererhöhung ausgenommen sind dagegen Lebens-, Renten- und Krankenversicherungen. Anders sieht es bei der Feuerversicherung aus. Da steigt der Steuersatz zwar nur auf 14 Prozent, allerdings betrug er bislang auch nur elf Prozent. Das wirkt sich insbesondere auf Wohngebäude- und Hausratversicherungen aus.
Klar ist: Ab Januar wird nicht nur der Restaurantbesuch, Strom, Gas, Telefonieren und vieles andere teurer, sondern auch die Absicherung von Risiken.
Bei meiner nächsten Wanderung mache ich um die Jausenstation einen großen Bogen oder bestelle eine Apfelschorle. Denn sowohl private Unfallversicherungen als auch Richter verstehen bei zu viel Bier am Berg keinen Spaß. Wer sich unterwegs betrinkt und danach bei einem Sturz schwer verletzt, verliert seinen Versicherungsschutz. Das hat das Oberlandesgericht Köln entschieden und damit die Klage eines Wanderers abgewiesen, der mit ordentlich Promille im Blut einen Abhang hinunterstürzte und sich dabei verletzte (Az. 5 W 111/05).
Gelernt habe ich nun: Für Unfälle durch Geistes- und Bewusstseinsstörungen, auch soweit sie auf Trunkenheit beruhen, besteht kein Versicherungsschutz. Allerdings liegt die Messlatte ziemlich hoch. Erst bei mehr als zwei Promille im Blut ist der Fußgänger bewusstseinsgestört – deutlich mehr als bei Kraft- oder Fahrradfahrern. Beruhigend. Ein oder zwei kühle Blonde kann man sich also auf anstrengender Wanderschaft gönnen, ohne versicherungstechnisch aus dem Tritt zu kommen.
Nachdem schon C&A in seinen Modehäusern Policen anbietet, ist auch der OTTO-Versand in das Versicherungsgeschäft eingestiegen.
Wenn Mutti also demnächst die Weihnachtsgeschenke beim Hamburger Versandhaus bestellt, kann sie Vati noch was Gutes tun und ihm die Kfz-Haftpflicht gleich mit ordern.
Nach den Kfz-Versicherungen in diesem Herbst wird OTTO im kommenden Jahr auch Sach- und Haftpflichtversicherungen sowie Produkte zur Altersvorsorge ins Sortiment nehmen, dann ist auch noch was Schönes für Oma und die Kinder dabei.
Einen Autoversicherung-Vergleich finden man auf forium.de