Der Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget besteht bereits seit dem 1. Januar 2008. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben in ihrem Zuhause zu ermöglichen. Konkret heißt das: Sie dürfen selbst entscheiden, welche Hilfe sie von wem, wann und in welcher Form annehmen. Sie agieren als Käufer, Kunden oder Arbeitgeber.

Einen Antrag stellen kann jeder behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Mensch. Wo? Bei einem der Rehabilitationsträger, wie Krankenkasse, Agentur für Arbeit u. a. Die Höhe des Budgets richtet sich nach dem persönlichen Bedarf des behinderten Menschen. Leistungen, die für sein Budget in Frage kommen, sind z. B. eine Kraftfahrzeughilfe oder eine Arbeitsassistenz.

Besonders in Rheinland-Pfalz ist die Resonanz groß: Bereits 4.400 Menschen mit Behinderungen haben dort das Persönliche Budget in Anspruch genommen. Und dies mit großem Erfolg, so Sozialministerin Malu Dreyer: “Das Persönliche Budget wird von den Betroffenen überaus positiv angenommen und verbessert die Lebensqualität”.

Das Persönliche Budget ist ein großer Schritt für Menschen mit Behinderungen in Richtung selbstbestimmtes Leben. Wollen wir hoffen, dass nach Rheinland-Pfalz auch andere Bundesländer nachziehen und dass das Thema in Zukunft viel aktiver in den Medien kommuniziert wird. Denn überfällig ist es allemal …




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