Endlich! Darauf haben wir Bankkunden schon lange gewartet. Dr. Massenberg vom Bankenverband hat heute in Berlin den Beipackzettel für Geldanlagen vorgestellt.

Mit dem vom Verband bereitgestellten Muster für ein standardisiertes Produktinformationsblatt könne der Kunde auf einen Blick erkennen, wie ein Anlageprodukt funktioniert und welche Risiken und Kosten damit verbunden seien, lobt Dr. Massenberg das zweiseitige Informationsblatt.

Im Prinzip kann solch ein Beipackzettel für alle Finanzanlagen benutzt werden. Besonders hilfreich dürfte der Beipackzettel aber für Fonds- und Zertifikate-Besitzer werden. Für Lehman-Geschädigte kommt er allerdings zu spät… Die Transparenz und die Vergleichbarkeit von Anlageprodukten kann auf jeden Fall mit solch einem Beipackzettel verbessert werden.

Zum Download: Das Muster-Produktinformationsblatt und ein Beispiel für das Info-Blatt für Geldanlagen des Bankenverbandes. Das Beispiel vom Bundesverband wurde zusammen mit dem Deutschen Derivate Verband entwickelt.




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Ich glaube nicht, dass das was bringt. Meiner Meinung nach ist das purer Aktionismus bzw. reine PR des Bankenverbandes, um den schlechten Ruf der Banken zu retten. Diese Finanzprodukte sind viel zu kompliziert für so einen Beipackzettel. Das geht vielleicht bei einem Girokonto, aber damit ein Kunde versteht, was ein Zertifikat genau ist und wie das funktioniert, braucht man schon eine mehrseitige Broschüre.

Es wird sich erst was ändern, wenn die Bankberater keine Provisionen mehr von den Instituten, deren Produkte sie verkaufen, erhalten und stattdessen kundenorientiert beraten.

Man muss es positiv sehen. Wer heutzutage noch Zertifikate oder Fonds kauft, der hat es doch selber in Schuld, wenn er nichts mehr von seinen Geld sieht. Die verstecken Kosten kann solch ein Beipackzettel aber schon besser zeigen. Auch bei Tagesgeld-, Festgeld oder Sparbüchern tricksen doch häufig die Banken mit irgendwelchen Konditionen, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Daher: So ein Beipackzettel für Geldanlagen sollte Pflicht werden. Am besten, man schreibt es in einen Gesetz. Ein freiwilliger Beipackzettel bringt überhaupt nichts.

Die Banken werden sich nicht in die Karten schauen lassen. Jetzt und auch in Zukunft nicht. Die werden irgendwelche Begriffe für ihre Produkte wählen, die einfach nur nichtssagend sind. Da reicht so ein Beipackzettel auch nicht.

Was man selber nicht versteht, dass sollte man auch nicht kaufen. Und wer sich Zertifikate andrehen lässt, der ist doch selber schuld. Ob ein Beipackzettel für Geldanlagen etwas bringt? Das bezweifel ich. Eher sollte man solche Produkte, wie Zertifikate, verbieten.

Blödsinn! Wenn man als Bank seinen Kunden Produkte anbietet, dann müssen die Geldanlagen auch einen gewissen Standard haben. Das bedeutet auch: Der Kunde muss das Produkt verstehen können. Ein solcher Beipackzettel ist dabei hilfreicher als ein Werbeprospekt der Fondsgesellschaft.

Ich habe kein Geld, ich brauche dann auch keinen Beipackzettel 🙂