Dass Milliardäre auf hohem Niveau jammern, hat GELD kompakt ja schon anlässlich des letzten Forbes-Rankings der reichsten Menschen der Welt festgestellt. In der aktuellen Liste erfahren wir nun, dass die Finanzkrise vor allem den amerikanischen Milliardären geschadet hat.
Ganze 300 Milliarden Dollar verloren die reichsten Menschen im reichsten Land der Welt. Zusammen besitzen Amerikas Milliardäre jetzt „nur“ noch 1,27 Billionen Dollar, ein Jahr zuvor waren es 1,57 Billionen – 1.570.000.000.000!!!
Am heftigsten getroffen hat die Krise den zweitreichsten Mann der Forbes-Liste: Investment-Guru Warren Buffet. Er verlor 20 Prozent seines Vermögens und besitzt jetzt noch 40 Milliarden. Zum 16. Mal in Folge und damit unangefochten auf Platz eins des Rankings ist übrigens Bill Gates. Das Vermögen des 53-jährigen Microsoft-Chefs beläuft sich aktuell auf 50 Milliarden.
Im weltweiten Vergleich brachen laut dem Global Wealth Report 2009* die Vermögenswerte der Superreichen in unterschiedlichem Maße ein. Sehr glimpflich aus der Finanzkrise kamen die Multimillionäre in Deutschland. Dank der konservativen Anlagestrategie ist die Zahl der deutschen Multimillionäre, die ein Vermögen von mindestens 30 Millionen Dollar besitzen nur um 2,7 Prozent gesunken. In den USA sank deren „Population“ um 18,8 Prozent. Dennoch leben immer noch 2,5 Millionen Menschen in den USA, die über ein Vermögen von 30 Millionen Dollar oder sogar mehr besitzen. In Deutschland sind dies zurzeit 810.000. Immerhin…
Der reichste Deutsche (weltweit auf Platz sechs) ist laut Forbes Karl Albrecht, der Chef von Aldi Süd, mit einem Vermögen von 21,5 Milliarden Dollar. Wow!
*Der Global Wealth Report wird jährlich von Capgemini und Merrill Lynch Global Wealth Management veröffentlicht.
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2 Kommentare
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Merlin
Freitag, 2. Oktober 2009
um 15:14
Bei Wikipedia steht, dass sich Warren Buffet 2006 entschlossen hat, 85 Prozent seines Vermögens nach und nach an Stiftungen zu verschenken. Wenn er jetzt immer noch 40 Mrd. besitzt, obwohl er 20 Prozent verloren hat, hat er wohl noch nicht all zu viel an die Stidtungen abgegeben… Das ist nicht gut. Immer diese “armen” Reichen. Frau Schickedanz lässt grüßen.
VG
Merlin
Bernd
Samstag, 3. Oktober 2009
um 12:01
Also die Angaben zum Verlust der reichsten Menschen mögen ja stimmen – was mir fehlt sind Angaben dazu wie viel die “kleinen Leute ” verloren haben.
Mein Mitleid mit den Superreichen hält sich in Grenzen, wenn ich daran denke wie viele eben da bei Lehman oder sonstigen Konsorten ihr Geld verloren haben, da wären manche froh wenn sie “nur” 20% verloren hätten.
Dazu kommt noch, dass alles was die Staaten da in diverse Rettungsmaßnahmen hineinpumpen auch nicht diese Reichen besonders betreffen wird, sondern von der Masse – also den kleinen und mittleren – genommen wird.