Wie – auf einer Beerdigung tanzt man doch nicht. Ist doch ein bisschen pietätlos, oder? Ja, natürlich. Denn so ist das auch nicht gemeint. Wir haben nur mal ganz überspitzt den Zusammenhang verzerrt. Denn uns ist eine Pressemitteilung auf den Bildschirm geflattert, bei der wir Inhalt und Absender nicht wirklich miteinander in Verbinung bringen können. In der Nachricht geht es um korrektes Verhalten im Trauerfall. Aber was hat das mit Tanzen zu tun?

Eben. Der Zusammenhang entsteht erst über den Versender der Mitteilung: Das ist der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband e.V. (ADTV)

Der Verband der Tanzlehrer gibt Tipps, wie man mit den Einladungen zu einer Beerdigung möglichst feinfühlend umgeht. Es geht beispielsweise darum, wie die Hinterbliebenen es regeln, dass nur die Leute zur Trauerfeier erscheinen, die auch wirklich dabei sein sollen. “Ist es angemessen, auch ohne Einladung zu einer Trauerfeier zu erscheinen?” – auch diese Frage wird geklärt. Und auch wie man angemessen mündlich und schriftlich kondoliert. “Fax, E-Mail und SMS sowie Telefon bleiben als Übermittlungsweg für Kondolenz tabu” – außer, wenn bereits der Todesfall auf einem dieser Wege kommuniziert wurde,  so der Allgemeine deutsche Tanzlehrerverband.

Gut, dass sich da mal einer kümmert. Aber warum eigentlich der Verband der Tanzlehrer? Das erschließt sich uns nicht wirklich. Vielleicht liegt es am Mangel an Anlässen für Pressemitteilungen im eigenen Millieu? Ja, da gibt es doch auch was und dazu veröffentlicht der Tanzlehrerverband ebenfalls seine Mitteilungen. Zum Beispiel Tanzwettbewerbe ankündigen oder zu welchen Liedern am liebsten auf Hochzeiten getanzt wird –  oder, oder?

Ja, Komasaufen zum Beispiel!

Denn auch zu diesem Thema hat der Tanzlehrerverband geschrieben und auch gleich eine Podiumsdiskussion dazu veranstaltet. “Komasaufen auf dem Vormarsch” Hier ist der Zusammenhang, bzw. die Verantwortung des Tanzlehrerverbandes allerdings deutlich: “Der Verband geht davon aus, dass mehr als eine 1/4 – Millionen Kinder und Jugendliche der betroffenen Altersgruppe jährlich eine ADTV Tanzschule besuchen”.

Gut, dass die sich kümmern.

Aber, diese Jugendlichen und auch die erwachenen Tanzschüler und das Publikum von Tanzwettbewerben sowieso – sind ja auch ganz normale Menschen, die auch von ganz elementaren Sorgen und Nöten geplagt werden, um die sich der Tanzlehrerverband kümmern könnten:

Ein paar Themenvorschläge von Geld Kompakt: Kindergelderhöhung, Steuersenkung und mehr Zinsen aufs Tagesgeld.

Das brauchen die Leute!

Weiter so!




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manche tanzen auf zu vielen Hochzeiten ;)