Politiker, Dichter, Bauwerke und abstrakte Kunst, manchmal auch Blumen, Schiffe oder Autos. Die Briefmarken der deutschen Post sind stets ein Augenschmaus, ein Liebesgedicht an die menschliche Netzhaut. Nur leider bekommt man immer nur die, die der Beamte am Schalter gerade vorätig hat, Sonderwünsche werden nicht erfüllt. Damit ist nun Schluss! Der Briefmarkenkunde kann sich seine Motive jetzt selbst aussuchen und muss dafür nicht einmal vor die Tür gehen.

Wie peinlich das ist, ein Bewerbungsschreiben mit dem roten A der Arbeitsagentur auf der Marke zu verschicken, kann man sich vorstellen. Vor ein paar Jahren gab es diese Marke für den großen Bewerbungsbrief und wer sich nicht bei einem potentiellen Arbeitgeber tödlich blamieren wollte, musste die unästhetischen 0815-Marken aus dem Automaten nehmen, nach dem Motto: lieber hässlich als peinlich.

Das wird jetzt anders! In Zukunft kann man seinen Wunsch-Arbeitgeber, dem Geschäftspartner oder der Angebeteten schon auf dem Briefumschlag zeigen, wieviel Geschmack man hat.

Die Post bietet neuerdings auf ihrer Internetseite mehr als 100 (!!) Motive zur Auswahl, die man dort aussuchen und ausdrucken kann. Vor dem Ausdrucken muss man natürlich noch bezahlen, das geht per Online-Überweisung, PayPal oder Lastschrift.

Da gibt es Marken mit schönen Blumenmotiven, mit Bildern zu Feiertagen, Jubiläen oder zur Geburt eines Kindes, aber auch einen Mops mit Geweih und zwei Frösche, die sich ganz doll liebhaben. Natürlich auch Motorräder, Menschen, Pferde, Spinnen und Hunde.

Hier ein schönes Beispiel:

Motivbeispiel Glückskäfer, Quelle: Deutsche Post

Das darf man aber auch schwarz-weiß ausdrucken.

PS: “Die eigentliche Nutzung des Service ist kostenfrei”, so die Post. – Ja was soll man denn neben dem Porto noch zusätzlich bezahlen? Den privaten Drucker, die Farbe oder das Papier? Immerhin kann auf diese Weise mindestens ein Postbeamter länger in der Mittagspause bleiben. Oder ist dies schon ein erstes Zeichen der geplanten Filialschließungen?




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