Die Deutsche Bahn läutet die Miet-Fahrrad-Saison ein. Passend zum Frühlingsanfang und zum neuerlichen Schneefall. Ab sofort können Radler in Berlin, Frankfurt, München, Köln, Stuttgart und Karlsruhe wieder mit den lustigen „silber-roten“ Fortbewegungsmitteln über die Straßen und Radwegen düsen.
In diesem Jahr können sich zudem Fahrradfreunde aus Hamburg über den neuen DB-Service in ihrer Stadt freuen. Insgesamt will die Bahn bis 2009 in über 100 ICE-Bahnhöfen Mieter für ihre Räder finden.
Lohnt sich eine Fahrradmiete überhaupt oder ist eine Taxifahrt nicht günstiger und bequemer?
Bei “Call a Bike” muss man sich erst einmal anmelden, bevor man in die Pedale treten darf. Die Registrierung erfolgt entweder mündlich, schriftlich, telefonisch oder „online-isch“. Eine telefonische Anmeldung ist nicht zu empfehlen, denn die Service-Nummer kostet mindestens 6,3 Cent pro Minute.
Wie einfach “Call a Bike” und die Mietprozedur funktionieren, zeigt ein kurzweiliger Infofilm mit 21 Kapiteln auf der “Call a bike“-Internetseite.
Zu den Kosten für das Mietfahrrad:
Mit dem BahnCard-Tarif zahlt man 6 Cent pro Minute, bei dem Normaltarif sind es 8 Cent. Der Höchstbetrag für eine 24 Stunden Anmietung beträgt “nur” 15 Euro. Diverse “Serviceentgelte”, wie Kreuzungszuschlag (5 Euro) oder Außerhalbstandort (10 Euro), können für falsches Parken noch dazu kommen. Das Preisverzeichnis von “Call a Bike” sollte man sich deshalb genauer anschauen…
Neuerdings profitieren “Vielfahrer” von einer Preispauschale. Mit 99 Euro kann der Kunde während der “gesamten Saison” die ersten 30 Minuten einer Fahrt “ohne zusätzliche Kosten” fahren. BahnCard50-Kunden zahlen nur 50 Euro (BahnCard 25-Inhaber 75 Euro) für die Pauschale.
Die “Allgemeinen Geschäfts- und Nutzungsbedingungen” sind ebenso lesenswert. So darf das Bike “nicht geparkt oder abgestellt werden a) an Bäumen, b) an Verkehrsampeln, c) an Parkuhren, d) auf Gehwegen so, dass eine Durchgangsbreite von weniger als 1,50 m verbleibt, e) vor, an und auf Feuerwehranfahrten.”
Der Fahrradkunde ist zudem “zur Zahlung der Rechnungsbeträge mittels Kreditkarte oder durch Teilnahme im Einzugsermächtigungsverfahren (Lastschriftverfahren) verpflichtet.” Da zahlt man beim Taxifahrer doch bequemer…
Der Erfolg von “Call a Bike” blieb trotzdem nicht aus und so stieg die “aktive” Kundenzahl in der Fahrradsaison 2007 um 50 Prozent auf rund 68.000.
Für manche Fahrradfreunde mag es eine interessante Alternative sein. Für mich ist es nicht lohnend, denn ich fahre mit meinem eigenen Fahrrad täglich mehr als 18 Kilometer zur Arbeit und nach Hause. Und da “gönne” ich mir doch gerne ab und an das Taxi nach einer Bahnfahrt…
Wie finden Sie das “Call a Bike” Angebot? Haben Sie schon “aktive” Erfahrungen gemacht? Ich freue mich über Ihre Kommentare!
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1 Kommentar
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Mike
Montag, 24. März 2008
um 17:59
ich könnte echt ab und an ein fahrrad brauchen von der bahn zur arbeit oder zur uni ist nicht grade kurz und zu fuß zieht sich das sehr!!