Turbulente Kapitalmärkte, die drohende Abgeltungssteuer, der nachhaltige Schock der geplatzten Dotcom-Blase: Die Aktie ist für deutsche Anleger offenbar kaum noch attraktiv. Im zweiten Halbjahr 2007 besaßen nur noch 5,8 Prozent der Bevölkerung (oder 3,9 Millionen Anleger) Anteilsscheine, meldet das Deutsche Aktieninstitut (DAI). So wenige wie seit 1996 nicht mehr. Die durch die Turbulenzen am U.S-Immobilienmarkt ausgelösten Rezessionsängste dürften für die weitere Entwicklung auch wenig hilfreich sein.
Die indirekten Aktienanlagen dümpeln ebenfalls vor sich hin. 7,9 Millionen Anleger (12,2 Prozent der Bevölkerung) besaßen im zweiten Halbjahr 2007 laut DAI Anteile an Aktien- oder gemischten Fonds. Wenigstens keine Veränderung nach unten im Vergleich zum ersten Halbjahr, was vermutlich daran liegt, dass die geplante Abgeltungssteuer ab 2009 Fonds verschont und Direktanlagen diskriminiert. Daran wird die Politik vermutlich nichts mehr ändern. Ein kleiner Schritt zur Änderung des Anlegerverhaltens wäre es, die Aktie bei der privaten Altersvorsorge mehr in den Fokus zu rücken und Doppelbesteuerungen von Aktienanlagen zu beseitigen. Denn eine noch geringere Akzeptanz der Wertpapiere kann sich eine Volkswirtschaft kaum leisten.
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4 Kommentare
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Samstag, 2. Februar 2008
um 14:35
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Anonymous
Samstag, 2. Februar 2008
um 12:59
http://www.geld-kompakt.de/2007/12/12/abgeltungssteuer-das-mussen-sie-beachten/
Christel R.
Freitag, 8. Februar 2008
um 14:36
Ich denke, gerade für Klein-Anleger ist die momentane Situation am Aktienmarkt schwer. Gerade bei der Abgeltungsteuer sind viele sehr schlecht informiert. Sie wissen nicht, ob sie davon profitieren oder nicht. Sich zu informieren ist deshalb höchstes Gebot. Möglichkeiten dazu gibt es ja viele, beispielsweise bei http://www-anleger-zirkel.de , um nur einen Anbieter von unabhängigen Informationen zu nennen.
Susann
Dienstag, 19. Februar 2008
um 13:19
Ich stimme Christel zu, die Anleger sind zu schlecht informiert und das führt zu Unsicherheit.
Problematisch finde ich auch, dass teilweise selbst die Analgeberater nicht in der Lage sind ihre Kunden entsprechend aufzuklären.